Cornelius Meister ist Generalmusikdirektor der Staatsoper und des Staatsorchesters Stuttgart Foto: M. Baus

Stuttgarts Generalmusikdirektor Cornelius Meister will mehr kulturelle Bildung: Gerade jetzt dürften sich die Schulen „ nicht nur auf die vermeintlich ,wesentlichen Fächer’ konzentrieren“, sagte er den „Stuttgarter Nachrichten“.

Stuttgart - Cornelius Meister, Generalmusikdirektor der Staatsoper Stuttgart und des Staatsorchesters Stuttgart, warnt vor einem Verlust an kultureller Bildung.

Kultur ermöglicht „soziales Miteinander“

„Es bedrückt mich“, sagt Meister im Interview mit den „Stuttgarter Nachrichten“, „dass man sich in einigen Grundschulen derzeit nur auf die vermeintlich ,wesentlichen Fächer’ konzentriert.“ Gerade die kulturelle Bildung helfe „ein soziales Miteinander zu verinnerlichen“. Es gebe, „außerhalb des Verstandes-Wissens einen ebenso wichtigen Teil des Menschseins, der im ganzheitlichen Anspruch einer allgemeinbildenden Schule, auch in Corona-Zeiten, nicht zu kurz kommen sollte“.

„Bevölkerung braucht uns Kulturschaffende“

Meister, der sich zudem im aktuellen Opern-Magazin der Staatsoper Stuttgart zu Wort meldet, sieht auch die Kulturschaffenden in der Pflicht: „Die Bevölkerung“, sagt Stuttgarts GMD, „braucht uns Kulturschaffende für die seelische Gesundheit gerade mehr denn je“. Und: „Ebenso wichtig ist, dass wir uns für ein weltweites Miteinander einsetzen. Die realen Grenzen, die im Augenblick geschlossen sind, dürfen nicht zu noch mehr Grenzen in unseren Köpfen führen.“

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