Plausch auf der Stallwächterparty: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne,rechts) unterhält sich mit Hamburgs Erstem Bürgermeister Olaf Scholz (SPD). Foto: dpa

Rüstungsgewinne für Landesparty - das stieß nicht nur der grünen Parteibasis sauer auf. Ministerpräsident Kretschmann verteidigt das Diehl-Sponsoring. Man habe gegen keine Richtlinie verstoßen.

Rüstungsgewinne für Landesparty - das stieß nicht nur der grünen Parteibasis sauer auf. Ministerpräsident Kretschmann verteidigt das Diehl-Sponsoring. Man habe gegen keine Richtlinie verstoßen.

Stuttgart - Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat das Sponsoring der Stallwächterparty durch eine Rüstungsfirma verteidigt. Die Landesvertretung in Berlin, die das Fest ausrichtete, habe sich an die Sponsoring-Richtlinie des Landes gehalten, sagte Kretschmann am Dienstag in Stuttgart. Auch sei die Party keine Veranstaltung der Grünen, sondern der grün-roten Landesregierung gewesen. Zugleich äußerte Kretschmann aber Verständnis für die kritischen Stimmen auch aus Reihen der Grünen an der Finanzspritze. „Da kann man wirklich ganz unterschiedlicher Meinung sein.“

Ob die Sponsoring-Richtlinien des Landes aus dem Jahr 2006 geändert werden, ließ der Regierungschef offen. Das Unternehmen Diehl, das unter anderem Granaten und Lenkflugkörper herstellt, hatte 5000 Euro für die traditionelle Stallwächterparty in Berlin gespendet. Insbesondere Grüne aus dem linken Parteilager hatten daran Kritik geäußert.

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