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Acht Tage nach dem vernichtenden Erdbeben in Haiti ist der Karibikstaat am Mittwoch erneut von einem schweren Nachbeben erschüttert worden.

Port-au-Prince/New York - Haiti kommt nicht zur Ruhe: Massive Erdstöße haben den Karibikstaat am Mittwoch, nur acht Tage nach dem Jahrhunderterdbeben, erneut erschüttert. Sie erreichten nach Angaben der US-Erdbebenwarte die Stärke 6,1.

Das Zentrum lag etwa 60 Kilometer westsüdwestlich der Hauptstadt Port-au-Prince in knapp zehn Kilometern Tiefe. In dem bereits weitgehend zerstörten Port-au-Prince gerieten die Menschen in Panik, als die Erde um 6.03 Uhr (Ortszeit) erzitterte. Es gab zunächst keine Angaben über Schäden und mögliche Opfer des neuen Bebens.

"Es hat zunächst ein stärkeres Beben und dann einen schwächeren Erdstoß gegeben. Das hat nur etwa zehn Sekunden gedauert", sagte der dpa-Korrespondent in Port-au-Prince. Diejenigen, deren Häuser noch standen, seien verängstigt auf die Straßen gelaufen. Die Koordinatorin der Organisation "Help - Hilfe zur Selbsthilfe", Janina Niemietz, berichtete der dpa aus Petionville, einem Stadtteil von Port-au-Prince, dass die Menschen dort schreiend auf die Straße gelaufen seien. "Überall gehen Sirenen. Aber ich kann nichts über Schäden oder mögliche Opfer sagen."

US-Journalisten berichteten von schwankenden Häusern auch in der Hauptstadt des Karibikstaates. Nach anderen Angaben sollen in Port-au-Prince vom ersten Beben bereits stark beschädigte Häuser nun ganz eingestürzt sein. Das neue Beben dürfte die Arbeiten der tausenden internationalen Rettungskräfte weiter erschweren, die mitten im Chaos auch mehr als eine Woche nach der Katastrophe nach Überlebenden und Verschütteten in den Trümmern suchen.

Bereits unmittelbar nach dem ersten Beben vom vergangenen Dienstag mit einer Stärke von 7,0 hatten mehrere heftige Nachbeben mit einer Stärke von über 5,0 Haiti erschüttert. Die Regierung befürchtet, dass bei der Katastrophe bis zu 200.000 Menschen ums Leben kamen. Mehr als 70.000 Tote wurden bereits aus den Trümmern gezogen. In Port-au-Prince und Umgebung halten sich mittlerweile zahlreiche internationale Helfer und Soldaten auf, darunter auch viele Rettungsmannschaften aus Deutschland. Täglich treffen neue Helfer und Journalisten in Haiti ein.

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