Der Fellbacher Stadtradeln-Star Marc Sanwald erzählt, welche Rolle das Radeln auch jetzt schon in seinem Alltag ausmacht.
Die Aktion Stadtradeln soll Lust aufs Radeln und umweltfreundliche Mobilität machen. Der Fellbacher Stadtradel-Star Marc Sanwald sagt, was ihn am Radeln begeistert.
Herr Sanwald, müssen Sie sich überhaupt umstellen, wenn Sie die Autoschlüssel für drei Wochen abgeben?
Eigentlich nicht so sehr. Ich pendle häufig mit dem Rad zur Arbeit, auch im Winter. Ich fahre im Jahr rund 10 000 Radkilometer – im Alltag und in der Freizeit.
Wie sieht Ihre tägliche Pendlerstrecke von Fellbach nach Winnenden aus?
Ich fahre morgens um halb 5 Uhr los, es sind 17 Kilometer einfach. Ich radle am Waiblinger Wasserturm vorbei, da ist nun eine Radstraße eingerichtet, dann geht’s bis zum Gebäude der Polizei und dann auf die alte B14. Um diese Uhrzeit ist zum Glück kaum was los. Da sind mal zwei Waschbären neben mir hergerannt, da erschrickt man schon. Wenn ich im Geschäft bin, wird es langsam heller.
Manche werden Sie fragen, warum Sie sich das antun. Was schätzen Sie beim Radeln?
Die Freiheit. Wenn ich im Geschäft ankomme, bin ich einfach relaxter. Außerdem kommt man mit dem Rad zügig von A nach B. Eigentlich dreht sich in meinem Leben schon immer sehr viel um den Radsport.
Sie organisieren zum zweiten Mal das „Fast & Forest“ Bike-Weekend mit Profifahrern in der Fellbacher Innenstadt.
Diesmal steht das „Fast & Forest“ im Zeichen der Flutopfer. Beim Charityrennen sammeln wir Spenden für Hochwasseropfer.
Was war das schönste Raderlebnis?
Bei der letzten aktiven Tour nach meiner Krebserkrankung, beim Alpentour-Trophy-Rennen, hat oben am Berg meine Frau gewartet und mich empfangen.
Urlaub rechtzeitig beendet
Marc Sanwald
, 51, Abteilungsleiter der Radsportler des TSV Schmiden, hat zehn Jahre (2010 bis 2019) den Rems-Murr-Pokal veranstaltet. Zum Stadtradel-Auftakt kommt er eigens aus dem Kroatien-Urlaub zurück.
Beruf
Sanwald arbeitet als stellvertretender Küchenleiter beim ZFP in Winnenden.