Eine der wenigen Stellen am Unicampus Stadtmitte, die vor 80 Jahren schon so ähnlich aussahen wie heute: Die Hochschule für Technik in der Schellingstraße mit Blick Richtung Kienestraße. In der Bildergalerie unternehmen wir einen Spaziergang über das Gelände, wie es vor den Zerstörungen von Weltkrieg und Nachkriegszeit aussah. Foto: Stadtarchiv/101 FN 250

Der Unicampus in der Stuttgarter Innenstadt ist eine Mischung aus grünem Park und grauem Sichtbeton. Noch vor 80 Jahren gruppierten sich Gründerzeitpaläste rund um den Stuttgarter Stadtgarten, wie unser Bilderspaziergang zeigt.

Der Stuttgarter Unicampus Stadtmitte ist eine grün-graue Welt aus Park und Sichtbeton, in dieser Form entstanden Anfang der 1960er. Vor dem Zweiten Weltkrieg sah es hier ganz anders aus. Rund um den als Naherholungsgebiet angelegten Stadtgarten, für den man einst Eintritt zahlen musste, gruppierten sich vor 80 Jahren klobige Gründerzeitbauten mit eindrucksvollen historisierenden Fassaden. Wo die Wege heute den Fußgängern gehören, verliefen ganz normale Straßen.

 

Im Zweiten Weltkrieg wurde der Stadtgarten mehrfach von Luftangriffen getroffen – „nicht zuletzt wegen der Nähe zum Firmengelände Bosch“, wie es in einem Eintrag des vom Stadtarchiv betriebenen Stadtlexikon Stuttgart heißt: „Übrig blieben lediglich wenige Bäume und das ausgebrannte Palmenhaus.“

Ein Bilderspaziergang

Ebenfalls im Stadtarchiv werden die rund 12 000 Fotos verwahrt, die als Grundlage für unser Projekt „Stuttgart 1942“ dienen. Einige von ihnen dokumentieren auch den Zustand der Gebäude rund um den Stadtgarten vor den Zerstörungen und Umgestaltungen der Nachkriegszeit. In der Bildergalerie unternehmen wir einen virtuellen Spaziergang über das Gelände (hier ein historischer Straßenplan) und schauen ganz genau hin. Dabei zeigt sich, dass einige Details der früheren Bebauung doch erhalten geblieben sind, etwa am heute von der Hochschule für Technik genutzten Gebäude.

Wir sehen im Spaziergang die 1942 noch existierende Gastronomie im Schlossgarten, das heutige Rektorat in seiner vollen gründerzeitlichen Pracht sowie längst verschwundene Gebäude wie die Handelskammer oder das Hotel Astoria. Viel Spaß beim Durchklicken!

Hier finden Sie alle historischen Fotos

Wenn Sie mehr historische Bilder sehen wollen: eingeloggte User können den Gesamtbestand der 12 000 Fotos aus 1942 auf unserer Projektseite nach Straßennamen durchsuchen. Außerdem sind zu dem Projekt drei Fotomagazine erschienen, die Sie hier bestellen können.