Thomas Hill (an der Schautafel), der Betriebsleiter der Stadtgärtnerei am Logauweg, führte über das Gelände und sprach über das Gestern und Heute des Betriebs. Foto: Alexandra Kratz

Der Gemeinderat stellt 400 000 Euro zur Verfügung. Der Betrieb ist bei Auszubildenden beliebt. In den Gewächshäusern werden Jahr für Jahr knapp 620 000 Frühjahrs- und Sommerblumen produziert.

Fasanenhof - Für Volker Schirner ist es eine besondere Woche gewesen. Denn der Leiter des Garten-, Friedhofs- und Forstamts feierte nicht nur das 75-Jahr-Jubiläum des Killesbergs, sondern auch das 50-jährige Bestehen der Stadtgärtnerei auf dem Fasanenhof. Wobei die Stadtgärtnerei selbst schon fast 100 Jahre alt ist. Denn bevor das Gelände am Logauweg in Betrieb genommen wurde, gab es bereits an der Gaucherstraße einen entsprechenden Betrieb. Doch diese musste wegen des Baus der Werner-Siemens-Schule weichen.

400 000 Euro für dringend notwendige Renovierungsarbeiten

Die neue Stadtgärtnerei war damals im Gemeinderat nicht unumstritten. Daran erinnerte der Betriebsleiter Thomas Hill bei einem Rundgang über das acht Hektar große Gelände. Die Anlage mit dem Verwaltungsgebäude im Stil der 60er-Jahre und den inzwischen 22 Gewächshäusern wurde einst von zwei Professoren aus Hannover geplant. Die Stadt investierte rund 4,28 Millionen Mark. Inzwischen sind die Gebäude deutlich in die Jahre gekommen. Das liegt auch daran, dass die Stadtgärtnerei mit einem Jahresbudget von 10 000 Euro auskommen müsse, merkte Schirner an.

Doch immerhin hat der Gemeinderat im aktuellen Doppelhaushalt rund 400 000 Euro für dringend notwendige Renovierungsarbeiten zur Verfügung gestellt. Der Betrieb selbst arbeitet dank der modernen Heizungsanlage, die Holzhäcksel in Wärme umwandelt, mittlerweile kostendeckend.

In den Gewächshäusern werden Jahr für Jahr knapp 620 000 Frühjahrs- und Sommerblumen produziert. Zudem hat sich die Stadtgärtnerei in den vergangenen Jahren als Ausbildungsbetrieb hervorgetan. So hat die Gärtnerei neun Mitarbeiter und acht Auszubildende. „Wir sind hier am Standort sehr erfolgreich“, sagte der Ausbildungsleiter Wolfgang Schuster. Die Lehrlinge seien gefragt.

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