Kunstministerin Theresia Bauer (Bündnis 90/Die Grüne) und der Intendant der Oper Stuttgart, Jossi Wieler, enthüllen die Wandtafel „Verstummte Stimmen“ zur Erinnerung an 23 Nazi-Opfer der Staatstheater. Foto: dpa

Im Stuttgarter Opernhaus erinnert eine Gedenktafel an 23 Opfer des Nationalsozialismus. Die Sänger, Musiker, Schauspieler und Tänzer der Staatstheater wurden von den Nazis verfemt, verfolgt und ermordet.

Stuttgart - „Verstummte Stimmen“ ist der Titel einer Wandtafel im Stuttgarter Opernhaus, mit der die Staatstheater fortan an 23 Opfer der Nazis erinnern. Kunstministerin Theresia Bauer (Grüne) und Opern-Intendant Jossi Wieler enthüllten die Tafel am Donnerstag nach einer Gedenkstunde. „Wir müssen mahnen, erinnern, reden, diskutieren, immer und immer wieder“, sagte Bauer. Es sei wichtig, dass die Staatstheater das Andenken an diejenigen pflegen, die auch aus ihren Reihen Opfer des Nationalsozialismus wurden.

Erinnert wird auf der Tafel an 23 Sänger, Musiker, Schauspieler und Tänzer der Staatstheater, die in der Nazi-Zeit verfemt, verfolgt und ermordet wurden. Gleich 1933 gab Adolf Hitler die erste Anordnung, Beamte, die nicht arischer Abstammung sind, in den Ruhestand zu versetzen. 1935 folgten die antisemitischen „Nürnberger Rassegesetze“. Die Vertreibung betraf neben Juden auch die „politisch untragbaren“ Ensemblemitglieder der Staatstheater.

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