Das Opernhaus Stuttgart ist dringend sanierungsbedürftig. Jetzt kann zumindest die Beleuchtung erneuert werden. Der Bund überweist 650 000 Euro – zur Freude auch der SPD.
Eben noch wollte die SPD im Stuttgarter Gemeinderat die hälftige Finanzierung der Staatstheater Stuttgart gerne komplett an das Land Baden-Württemberg abgegeben haben, jetzt freuen sich die Sozialdemokraten auf Bundesebene über eine Erleuchtung technischer Art.
Die Staatstheater Stuttgart erhalten 648 000 Euro aus dem Bundeshaushalt. Mit dieser Summe fördert der Bund die Umrüstung der historischen Saalbeleuchtung im Opernhaus sowie des Scheinwerferparks auf aktuelle LED-Technologie. Das Förderpaket sieht außerdem die Erneuerung der Übertitelanlage im dringend sanierungsbedürftigen Opernhaus Stuttgart vor.
Jasmina Hostert, Böblinger SPD-Bundestagsabgeordnete und Sprecherin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend der SPD-Bundestagsfraktion, betreut die beiden Stuttgarter Wahlkreise mit. Und sie freut sich über die Mittel aus dem Förderprogramm „Investitionen in national bedeutsame Kultureinrichtungen“ des Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, Wolfram Weimer (CDU). „Das ist ein wichtiges Zeichen an die Stuttgarter Kulturlandschaft“, sagt Hostert. Und: „Die Staatsoper Stuttgart zählt zu den bedeutendsten europäischen Opernhäusern, doch die Technik ist mittlerweile veraltet. Es ist sehr wichtig, dass Bundesmittel für die Modernisierung der Beleuchtungstechnik bereitgestellt werden.“
Für das Programm „Investitionen in national bedeutsame Kultureinrichtungen“ stellt der Bund jährlich bis zu 20 Millionen Euro zur Verfügung. Dabei fördert der Bund bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben. Die Kofinanzierung der restlichen 50 Prozent erfolgt in der Regel durch die Länder und die Kommunen.
Marc-Oliver Hendriks, Geschäftsführender Intendant der Staatstheater Stuttgart, konkretisierte am Sonntag die Maßnahmen. Die „Umrüstung der historischen Saalbeleuchtung im Opernhaus auf LED-Technologie“ noch in diesem Jahr habe ein Volumen von 336 000 Euro, die „Erneuerung der Übertitelungsanlage für das Opernhaus“ ist mit 100 000 Euro veranschlagt.
„Starkes Signal auch an Stadt und Land“
Die Erneuerung „der kopfbewegten Scheinwerfer“ beziehe sich indes nicht nur auf das Opernhaus, sondern auch auf das Schauspielhaus und belaufe sich auf 860 000 Euro. Die 648 000 Euro aus dem Förderprogramm des Bundesbeauftragten für Kultur und Medien machen damit 50 Prozent des Gesamtvolumens von 1,296 Millionen Euro aus. „Die Wertschätzung des Bundes für die Staatstheater Stuttgart“, sagte Hendriks am Sonntag, „ist für unsere über 1400 Mitarbeitenden ein wichtiges Signal – sie ist aber auch ein starkes Signal an Stadt und Land“.