Die Gorch Fock wird zum Sinnbild für Ursula von der Leyens Probleme. Foto: dpa

Die Gorch Fock ist zum Symbol für Ursula von der Leyens Problemen mit dem Verteidigungsministerium eworden. Die neuen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft können die Ministerin nicht kalt lassen, kommentiert Bärbel Krauß.

Berlin - Vom Stolz vieler Windjammerparaden ist die Gorch Fock längst zum Paradebeispiel für die Probleme der Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) mit der schwierigen Materie der Beschaffungen und Reparaturen sowie ihrem Apparat geworden. Auf die Tatsache, dass die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen im Sanierungsfall des Segelschulschiffs nun ausweitet und dem Verdacht des Betrugs zu Lasten der Marine ausdehnt, reagiert das Ministerium mit allem Anschein von Gelassenheit.

Allerdings gibt es keine Garantie, dass unter der neuen Führung der Elsflether Werft, auf die die Ministerin alle Hoffnungen auf ein glückliches Ende der aus dem Ruder gelaufenen Sanierungsgeschichte setzt, keine Subunternehmen mehr an dem Schiff herumschrauben, die sich in den alten Zeiten mit überhöhten Rechnungen bereichert haben. Das ist alles andere als ein sanftes Ruhekissen für die Ministerin. Tatsächlich ballen sich rund um von der Leyen immer mehr ähnlich gelagerte Probleme. Neben der Gorch Fock fallen vor allem die Berateraffäre und die jüngst vom Rechnungshof angeprangerte Modernisierung von Marineflugzeugen ins Gewicht. Jedes Mal werfen die Prüfer Zweifel an der Begründbarkeit und Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen auf. Das wirft ein grelles Licht auf die Chefin des Ressorts.

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