Das Konzert von Ed Sheeran in St. Louis war ausverkauft. Foto: dpa

In St. Louis halten die Proteste gegen die Freisprechung eines weißen Polizisten vom Vorwurf des Mordes an einem Schwarzen weiter an. Da die Sicherheitslage unkontrollierbar ist, musste Ed Sheeran ein geplantes Konzert absagen.

St.Louis - Nach der irischen Rockband U2 hat auch Sänger Ed Sheeran ein Konzert in der US-Stadt St. Louis abgesagt. Seine ausverkaufte Show am (heutigen) Sonntag werde nicht stattfinden, weil die Polizei nicht für Sicherheit garantieren könne, hieß es am Samstag (Ortszeit) vom Veranstalter. Hintergrund sind Proteste in dem Bezirk, nachdem ein Richter einen weißen Polizisten vom Vorwurf des Mordes eines Schwarzen freigesprochen hat. Die Behörden hatten zuvor bereits erklärt, bei einem für Samstagabend geplanten U2-Konzert könnten nötige Vorschriften wegen der Demonstrationen nicht eingehalten werden.

Unterdessen teilte das US-Justizministerium mit, in dem Fall werde entgegen der Forderung von Aktivisten keine Ermittlung wegen eines mutmaßlichen Verstoßes gegen Bürgerrechte aufgenommen. Dies habe man bereits ein Jahr nach dem Vorfall, 2012, und erneut 2016 entschieden. Der 24-jährige Anthony Lamar Smith war vor sechs Jahren von einem weißen Polizisten erschossen worden. Der Fall ist einer von mehreren, der zum Teil landesweite Proteste gegen Polizeigewalt entzündet hatte.

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