Tim Walter bewies mit der Startelfnominierung von Orel Mangala ein glückliches Händchen. Foto: Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch

Der VfB Stuttgart hat in Regensburg nicht sein bestes Auswärtsspiel abgeliefert. Warum der Fußball-Zweitligist dennoch 3:2 gewonnen hat, erfahren Sie hier.

Regensburg - Mit dem 3:2 beim SSV Jahn Regensburg hat der VfB Stuttgart seinen ersten Auswärtssieg im dritten Anlauf gefeiert. Die Begegnung in der Continental-Arena zeigte dabei, dass der Fußball-Zweitligist weiter an zwei grundsätzlichen Faktoren arbeiten muss. Erstens: Vorne mangelte es an der Konsequenz im Torabschluss. Zweitens: Hinten ging die Kompaktheit phasenweise verloren. Warum der VfB dennoch gewann, ergibt sich aus der Spielanalyse.

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Spielplan: Tim Walter vertraute in Regensburg auf sein bewährtes System mit Mittelfeldraute und vielen Positionswechseln. Allerdings belebte es der Trainer mit zwei Personalentscheidungen: Für Atakan Karazor spielte Orel Mangala im zentralen Mittelfeld – und der Belgier machte seine Sache gut. Auch Gonzalo Castro stand nicht in der Startelf. Für ihn kam Philipp Förster zum Zug. Eine Maßnahme, die vor allem in der Schlussphase Wirkung entfaltete, als der Neuzugang mit energischen Antritten dem VfB in einem engen Spiel wieder Luft verschaffte.

Badstuber entscheidet das Spiel

Spielentscheider: Holger Badstuber brachte mit seinem Tor zum 2:1 (76.) den VfB wieder in die Erfolgsspur. Zuvor hatten die Stuttgarter die Kontrolle aus der Hand gegeben. „Wir müssen daran arbeiten, so ein Spiel souveräner zu gestalten“, sagte der Innenverteidiger. Mit dem 3:1 durch den Ex-Regensburger Hamadi Al Ghaddioui (90.) schien dann auch alles klar, ehe im Gegenzug Federico Palacios wieder den Anschluss herstellte. Daher musste der VfB in der Nachspielzeit noch zittern.

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Spielentscheidend: Der VfB zeigte sich nach dem zwischenzeitlichen 1:1 durch den verwandelten Foulelfmeter von Max Besuschkow ((71.) entschlossen, den ersten Auswärtssieg im dritten Auswärtsspiel der noch jungen Saison einzufahren. Plötzlich wurden die Aktionen wieder zielstrebiger. „Zuvor haben phasenweise versucht, das Spiel nur mit 80 Prozent Aufwand zu gewinnen“, kritisierte der Trainer Tim Walter.

Nächster Gegner: Greuther Fürth

Wortspiel: Für den Sportdirektor Sven Mislintat war nach dem Abpfiff in der Continental-Arena klar: „Im Grunde war dies das schlechteste unserer drei Auswärtsspiele, aber wir haben es eben gewonnen.“ In Heidenheim und Aue hatte am Ende jeweils ein Unentschieden gestanden. Jetzt wurde der VfB seinem Anspruch zwar nicht gerecht, die Partie zu dominieren, doch mit der Führung durch Nicolas Gonzalez (24.) schien erst einmal vieles gut. Anschließend ließen die Stuttgarter aber die nötige Konsequenz im Abschluss vermissen, um das Spiel frühzeitig zu entscheiden. Zudem ging die Kompaktheit in der Defensive verloren.

Spielplan: Als nächstes steht für den VfB am Samstag (13 Uhr) die Heimbegegnung gegen die SpVgg Greuther Fürth an. Ein Spitzenspiel, denn die Mannschaft von SpVgg-Trainer Stefan Leitl ist gut in die Saison gestartet. Die Stuttgarter haben dagegen die Möglichkeit mit dem dritten Sieg in Folge ihre Aufstiegsambitionen zu unterstreichen.

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