Endlich der ganz große Wurf: Oft schon stand Valentin Rapp kurz davor, jetzt ist er tatsächlich deutscher Einzelmeister. Foto: Henning Angerer

Es ist der größte Erfolg in der Karriere von Valentin Rapp. Der Squash-Spieler aus Böblingen hat sich den Titel des deutschen Meisters 2026 gesichert – und damit Historisches geschafft.

Valentin Rapp hat deutsche Squash-Geschichte geschrieben. Der Böblinger von Bundesligist Sport-Insel Stuttgart ist neuer deutscher Einzelmeister – und dieser Titelgewinn ist weit mehr als ein persönlicher Erfolg.

 

Mit seinem Triumph in Hamburg beendete Rapp eine außergewöhnliche Serie: Fast zwei Jahrzehnte lang schien die Dominanz des Paderborner SC unantastbar, denn seit 2007 kamen die nationalen Champions von diesem Verein.

Valentin Rapp reist in bestechender Form zur DM in Hamburg

Rapp war in bestechender Form in den hohen Norden gereist war. In der ersten Runde setzte er sich mit 3:1 gegen Florian Stöger durch. Im Viertelfinale folgte ein souveräner 3:0-Erfolg gegen Yukhym Bielikov, der vor allem durch konsequentes Angriffsspiel und Ruhe in den entscheidenden Phasen geprägt war.

Im Halbfinale wartete mit dem an Position zwei gesetzten Yannik Omlor eine echte Standortbestimmung. Rapp spielte auch hier taktisch diszipliniert und dominierte vor allem durch sein zwingendes Angriffsspiel.

Im Endspiel kam es schließlich zum Duell mit dem siebenfachen deutschen Meister Raphael Kandra, der die Szene hierzulande seit Jahren prägt. Rapp erwischte einen starken Start und ging mit 2:0 Sätzen in Führung. Der Favorit kämpfte sich zwar zurück, doch der Böblinger blieb mental stabil, variierte klug das Tempo und belohnte sich mit dem größten Erfolg seiner Karriere.

Mental stabil und taktisch diszipliniert: Valentin Rapp belohnte sich mit dem größten Erfolg seiner Karriere. Foto: Henning Angerer

„Es ist ein schönes Gefühl, aber irgendwie noch kaum zu realisieren“, meinte Valentin Rapp. „Vor allem, wenn der Traum endlich wahr wird, wenn man schon das fünfte Finale spielt, oft im Halbfinale war, oft knapp verloren hat.“ Dass es nun endlich mit dem ganz großen Wurf geklappt hat, sei umso schöner. „Und das mit so einer Performance, bei der alles lief“, jubelte der Böblinger.