Salih Özcan (links) im Duell mit Owen Wijndal. Foto: Bongarts

Bei einem U20-Spiel zwischen Deutschland und den Niederlanden wurde Salih Özcan vom Niederländer Jordan Teze bespuckt. Der Verband sperrte den Spieler bis auf weiteres.

Meppen/Den Haag - Nach der Spuckattacke gegen den deutschen U20-Nationalspieler Salih Özcan hat der niederländische Fußball-Verband KNVB seinen Angreifer Jordan Teze bis auf weiteres suspendiert. „Das ist so ungefähr das Letzte, was man als Sportler einem Gegner antun kann“, sagte KNVB-Direktor Eric Gudde am Samstag in einer Verbandsmitteilung. „So etwas tolerieren wir nicht, deshalb ist er aus der Auswahl ausgeschlossen worden.“

Die Spuckattacke sorgte auch deshalb für Schlagzeilen, weil sie an die WM 1990 erinnerte. Damals hatte der Holländer Frank Rijkaard im legendären Achtelfinale Rudi Völler angespuckt. Beide waren damals mit Rot vom Platz geflogen, Deutschland siegte mit 2:1 und holte später mit Völler im Fianle gegen Argentinien (1:0) den Titel.

Teze: „Dummer Fehler“

Der 19-jährige Teze - Verteidiger bei der PSV Eindhoven - hatte nach dem Ende des Testspiels der U20-Mannschaften der Niederlande und Deutschlands am Freitag in Meppen (1:1) seinen Gegenspieler Özcan vom 1. FC Köln angespuckt. „Der KNVB hat mich zurecht suspendiert. Ich entschuldige mich und akzeptiere die Konsequenzen. Ich hoffe, wieder für Oranje spielen zu dürfen, sobald ich gezeigt habe, dass ich aus diesem dummen Fehler gelernt habe“, ließ Teze in einem Sozialen Netzwerk verlauten.

Der Fußballverband ging mit seiner Maßregelung weiter als der U20-Trainer Bert Konterman, der es bei einer Verwarnung belassen wollte. „Wir als Team und auch Jordan selbst stimmen zu, dass diese Art von Verhalten nicht auf einen Fußballplatz gehört. Dies ist auch nicht der Jordan, den wir kennen. Wir haben mit ihm darüber gesprochen, und der Vorfall tut ihm sehr leid“, sagte der Coach laut Verband.

Özcan hatte am Freitag kurz vor Ende der Partie einen Foulelfmeter verschossen. Florian Baak von Hertha BSC hatte die deutsche U20 in Führung gebracht (21. Minute), fast im Gegenzug gelang den Niederlanden der Ausgleich durch Kaj Sierhuis (23.). „Es war ein intensiver, teils hitziger Fight, beide Mannschaften haben sich überhaupt nichts geschenkt“, sagte U20-Coach Meikel Schönweitz.

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