So soll das Sportvereinszentrum beim Hallenbad einmal aussehen. Foto: Eva Herschmann

Ob das Sportvereinszentrum der Spvgg Rommelshausen gebaut wird, hängt davon ab, wie die Wirtschaftlichkeitsberechnung ausfällt. Eine Entwurfsplanung soll bald belastbare Zahlen liefern.

Rommelshausen - Beim Modell des Sportvereinszentrum, das in der Geschäftsstelle der Sportvereinigung Rommelshausen aufbewahrt wird, hat sich der Verbindungsgang zum Hallenbad ein wenig verschoben. Doch mit ein paar Handgriffen hat Peter Hörterich, der geschäftsführende Vorstand, alles wieder zurechtgerückt. Nicht ganz so einfach gestaltet sich die Realisierung des Sportvereinszentrum, kurz SVZ, in Wirklichkeit.

Die Finanzierbarkeit gibt den Ausschlag

Warum dauert es so lange? Wie geht es weiter? Wird das noch was? Viele Fragen wurden den Verantwortlichen der Spvgg in jüngster Zeit gestellt. Bei der Mitgliederversammlung am Freitag in der Spvgg -Halle haben der Vorsitzende Herbert Hagenlocher und Peter Hörterich Klartext gesprochen. „Wir sind nach wie vor überzeugt, dass die Entscheidung für das Sportvereinszentrum die richtige war und ist, aber die Wirtschaftlichkeitsberechnung und Finanzierbarkeit geben den Ausschlag über das Projekt.“

Seit 2013 laufen die Planungen für ein Sportvereinszentrum im „Sportpark Hangweide“. Im selben Jahr ermächtigten die Mitglieder in einer außerordentlichen Vollversammlung den Vorstand, wann immer nötig, schon einmal Geld für das SVZ auszugeben, dessen Kosten auf rund 2,2 Millionen Euro geschätzt werden. Bis heute hat die Spvgg schon etwa 80 000 Euro aus Eigenmittel investiert, rund 100 000 Euro darf die Entwurfsplanung, die derzeit in Arbeit ist, jetzt noch kosten, sonst müsste der Verein einen Kredit aufnehmen. Wenn in Kürze belastbare Kosten vorliegen, wird die Spvgg entweder Vollgas geben, oder aber eine Vollbremsung einlegen.

Der Vertrag mit den Planern musste verändert werden

„Wir hätten uns auch gewünscht, dass es schneller vorangegangen wäre“, sagte Peter Hörterich. Dass sich die Vorbereitungsphase so lange hinzog, liege daran, dass mit Gemeinde und Planungsbüro keine „Verträge von der Stange“ aufgesetzt werden konnten. Der Vertrag mit den Planern hätte zudem nachträglich verändert werden müssen, weil bei Planung und Realisierung ein Generalunternehmen eingebunden werden soll. Wichtiger als der Zeitfaktor sei aber ohnehin, dass das Projekt, sollte es realisiert werden, auch funktioniert.

Fast noch länger als die vertraglichen Besonderheiten zu verhandeln, hat es gedauert, wichtige steuerliche Fragen zu klären. Im März vergangenen Jahres waren die Spvgg-Vordenker bei der Oberfinanzdirektion mit konkreten Fragen zur Umsatzsteuer vorstellig geworden. Mitte Februar kam endlich die Antwort. „Das Ergebnis hat allerdings unseren Erwartungen nicht vollumfänglich entsprochen“, sagte Peter Hörterich. Denn für die Kooperation mit Vereinen, die eine Mitgliedschaft im Sportvereinszentrum übernehmen können, wodurch ihre Mitglieder die gleichen Vorteile erhalten wie die Sportler der Spvgg, fällt der volle Umsatzsteuersatz von 19 Prozent an. „Das hat natürlich Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit“, sagte der geschäftsführende Vorstand.

Der Vorsitzende hält das Sportvereinszentrum für machbar

Dass während der Wartezeit das Bauen nicht billiger geworden ist, hält Peter Hörterich für weniger schlimm als den Verzicht auf den ermäßigten Umsatzsteuersatz. Zumal Kredite mittlerweile günstiger zu bekommen seien. „Da gleichen sich Nachteile und Vorteile für uns aus.“ Die Basis für eine Entscheidung, die zeitnah getroffen werden soll, seien die verlässlichen Zahlen, die sich aus Entwurfsplanung und Wirtschaftlichkeitsberechnung ergeben.

Vorsitzender Herbert Hagenlocher und sein Team sind nach wie vor überzeugt, dass das Sportvereinszentrum machbar ist. „Aber ich werde mich hüten, irgendwelche Termine zu nennen“, sagte der geschäftsführende Vorstand Peter Hörterich, der ebenso wie der Sportvorstand Marc-Alexander Diener wiedergewählt wurde.

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