Wer ist der Kapitän? Mario Gomez (re.) vom VfB Stuttgart übergibt die Binde an Nicolas Gonzalez. Foto: Baumann

Neben Siegen und Niederlagen gibt es in der Welt des Sports auch reichlich absurdes, seltsames und lustiges. Daher kürt unsere Sportredaktion mit einem Augenzwinkern täglich die Sportsfreundin oder den Sportsfreund des Tages. Heute: die Kapitäne des VfB Stuttgart.

Stuttgart - Es gibt ja das schöne Sprichwort, wonach zu viele Köche den Brei verderben. Was bislang noch nicht thematisiert wurde: Was passiert eigentlich, wenn zu viele Kapitäne am Steuerrad drehen? Und wer hat es denn gerne, wenn vom Beifahrersitz aus die Partnerin oder der Partner ins Lenkrad greift? Kaum jemand. Oder wenn vom Rücksitz auch noch Arme nach vorne reichen, um die Richtung zu beeinflussen? Nein, mal abgesehen vom verantwortungsvollen Fahrlehrer kann es da nur einen geben, der das Steuer herumreißt. Außer, man spielt in einer Fußballmannschaft. Zum Beispiel beim VfB Stuttgart.

Dem VfB schmeckt das 1:1 sehr gut

Der Bundesligist kickte am Samstagnachmittag gegen 1899 Hoffenheim, das Sagen hatte dabei der Trainer – und eher weniger die vier Kapitäne. Was?! Vier? Ja, vier. Der eigentliche saß nämlich zunächst auf der Bank, weshalb Mario Gomez die Binde am Arm trug. In der 54. Minute wurde er ausgewechselt, und weil Nicolas Gonzalez in der Eile nicht wusste, wohin mit dem guten Stück, streifte er es sich selbst über.

Als sich der junge Argentinier orientiert hatte, gab er das Symbol der Autorität weiter an den routinierten Andreas Beck. Der wiederum trug es nur bis zur 86. Minute am Arm, denn dann kam Christian Gentner aufs Feld und es gab den nächsten Binden-Wechsel. Verdorben hat die viele Wechselei übrigens nichts. Das 1:1 schmeckte dem VfB.

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