José Mourinho wunder sich über das Tor in Nordmazedonien. Foto: AP/Rui Vieira

Neben Siegen und Niederlagen gibt es in der Welt des Sports auch reichlich absurdes, seltsames und lustiges. Daher kürt unsere Sportredaktion mit einem Augenzwinkern täglich die Sportsfreundin oder den Sportsfreund des Tages. Heute: der Fußball-Trainer José Mourinho.

Stuttgart - Der Fußballtrainer José Mourinho ist 1,76 groß. Das ist nicht ganz klein, aber auch nicht richtig riesig. Sagen wir es so: Der Wert befindet sich gerade noch so im akzeptablen Mittelmaß. Eine Torhüterkarriere wäre da für den Coach des Londoner Clubs Tottenham Hotspur natürlich nur bedingt möglich gewesen. Vorausgesetzt, er hätte über eine enorme Sprungkraft verfügt. Dem aber war nicht so. Also machte er es sich als Spieler im Mittelfeld des portugiesischen Zweitligisten Belenenses Lissabon gemütlich. Und stieg mit der Truppe sogar auf.

Pie mal Daumen

Vor dem Qualifikationsspiel zur Europa League beim nordmazedonischen Club KF Shkendija verstand José Mourinho plötzlich die Welt nicht mehr. Er stand im Tor und konnte mit ausgestrecktem Arm fast die Latte berühren. „Ich dachte, ich wäre gewachsen, aber das Tor war fünf Zentimeter zu niedrig“, schrieb der Teammanager bei Instagram und postete dazu ein Bild von dem Moment, in dem er das Tor nach der Pie-mal-Daumen-Methode vermaß. Seine Spieler hatten den Maestro zur Überprüfung ins Tor geschickt, weil ihnen das Gestänge so niedrig vorkam. Und in der Tat: statt der üblichen 2,44 Meter lag die Latte fünf Zentimeter tiefer.

„Die Torhüter verbringen Stunden um Stunden im Tor, sie wissen, wenn ein Tor nicht die richtige Größe hat“, stellte der Trainer fest und war stolz auf sein hellwaches Personal. Mit einem Eklat, den der feurige Herr Mourinho jederzeit entfachen könnte, endete das Tor-Theater aber nicht. Seine Jungs nahmen schließlich auch auf dem Platz Maß – und siegten ganz locker mit 3:1.

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