Seine Wurzeln hat Jürgen Klinsmann (li.) nie vergessen: 2019 steht er bei einem Benefizspiel im Eybacher Tal in Geislingen auf dem Platz mit Guido Buchwald. Foto:  

In der Welt des Sports gibt es reichlich Absurdes, Seltsames und Lustiges. Daher kürt unsere Sportredaktion mit einem Augenzwinkern täglich die Sportsfreundin oder den Sportsfreund des Tages. Heute: Jürgen Klinsmann.

Stuttgart - Es sind keine prophetischen Gaben nötig, um zu erahnen, dass Jürgen Klinsmann aus gegebenem Anlass seit geraumer Zeit immer wieder mal an seine Ex-Vereine Hertha BSC und VfB Stuttgart zurückdenkt. Doch in diesem Monat wird der gebürtige Göppinger möglicherweise auch an zwei andere frühere Vereine erinnert. Denn es jährt sich zum 30. Mal das ungleiche Duell SC Geislingen – Inter Mailand. Im Februar 1991 hatte Klinsmann ein Trainingslager für den Sportclub aus dem Eybacher Tal, für den er von 1974 bis 1978 in der Jugend spielte, am Comer See organisiert. Der vom Weltmeister akribisch erstellte Plan sah auch Freundschaftsspiele vor – unter anderem gegen den „FC Appiano Gentile“, hinter dem im Protokoll „italienischer Amateurverein“ stand.

Trapattoni an der Pfeife

„Appiano Gentile“ ist aber kein Amateurclub, sondern so heißt der Ort, auf dem sich das Trainingsgelände von Inter Mailand befindet. Und die Gegner waren dann auch keine Amateure, sondern die komplette erste Mannschaft von Inter, seinerzeit Tabellenführer in der Serie A. Statt einer Kirmestruppe standen an jenem Nachmittag auf der anderen Seite Spieler wie Matthäus, Bergomi, Ferri, Baresi, Stringara, Battistini und natürlich Klinsmann selbst. Auch der Schiedsrichter hätte prominenter nicht sein können. Es war der Maestro persönlich, Inter-Trainer Giovanni Trapattoni.

Zwei Klinsmann-Tore

Am Ende hieß es 4:3 für Mailand. Und weil zwei Treffer von Inter auf das Konto von Jürgen Klinsmann gingen, haben die Geislinger Historiker beschlossen, dass dieses Spiel mit 5:2 für den aktuellen Landesligisten in die Annalen eingeht.      

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