Ingo Kahlisch, der Trainer des Fußball-Regionalligisten FSV Optik Rathenow. Foto: dpa

Der Fußball ist ein unstetes Geschäft – doch beim FSV Optik Rathenow ticken die Uhren anders. Und deshalb ist Ingo Kahlisch nicht nur Dauerbrenner, sondern auch unser Sportsfreund des Tages.

Stuttgart - Nein, den Gag sparen wir uns jetzt. Warum? Weil wir in den vergangenen Jahren viel oft oft nachgezählt haben. Hier wäre das auch möglich gewesen. Aber, wie gesagt: Wir lassen das. Und schauen nicht nach, wie viele Trainer der VfB Stuttgart im Vergleichszeitraum beschäftigt hat. In den genau 30 Jahren also, in denen Ingo Kahlisch an diesem Montag im Amt ist.

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Ja, der Fußball ist ein schnelllebiges Geschäft. Aber: Es gibt eben auch Ausnahmen. Meist müssen Volker Finke (einst 16 Jahre lang beim SC Freiburg Cheftrainer), Otto Rehhagel (13 Jahre bei Werder Bremen) oder Thomas Schaaf (14 Jahre bei Werder) als Vergleich herhalten. Doch eigentlich ist ja Kahlisch das Paradebeispiel. Vom Hinterzimmer seiner Sportmarketingfirma mit Sportshop steuert der heute 62-Jährige nun schon seit 30 Jahren die Geschicke des FSV Optik Rathenow.

Kahlisch kümmert sich um fast alles

Er verpflichtet Spieler, er akquiriert Sponsoren, er plant die Vorbereitung, er leitet das Training, er coacht die Spiele. Mal in der Oberliga, mal in der Regionalliga. Letztere Spielklasse, meint Kahlisch, sei für seinen Club, den „reinen Amateurfußballsportverein“, die „Champions League“. In der vergangenen Saison wäre der Coach mit seinen Jungs eigentlich aus der Königsklasse abgestiegen, profitierte aber vom Lizenzentzug eines Konkurrenten. Was ein Glück – das sich Ingo Kahlisch in 30 Jahren erarbeitet hat.

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Seine Verträge hat er übrigens immer per Handschlag geschlossen. Eine Tatsache, die uns nun doch noch zu einem VfB-Gag verleitet hat. Der wäre in einem solchen Fall aus dem Händeschütteln gar nicht mehr herausgekommen in den vergangenen 30 Jahren.

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