Ein Hattrick à la Zlatan Ibrahimovic: ein Tor mit links, eins mit rechts und eins mit dem Kopf. Foto: dpa

Neben Siegen und Niederlagen gibt es in der Welt des Sports auch reichlich absurdes, seltsames und lustiges. Daher kürt unsere Sportredaktion mit einem Augenzwinkern täglich die Sportsfreundin oder den Sportsfreund des Tages. Heute: Zlatan Ibrahimovic und sein Verständnis von Bescheidenheit.

Stuttgart - Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr. Irgendjemand muss dem kleinen Zlatan Ibrahimovic dieses Bonmot näher gebracht haben, denn der schwedische Kicker hält sich Zeit lebens daran. 2018 wechselte er in die Fußball-Liga MLS nach Nordamerika zu Los Angeles Galaxy, wo er seine Einzigartigkeit schnell bemerkte, was ihn zur Aussage animierte, er sei zweifellos der beste Spieler der Liga. Nun untermauerte er diese These mit dem zweiten Saison-Hattrick beim 3:2 über den FC Los Angeles – ein Tor mit links, eins mit rechts, eins per Kopf. Zugegeben: das gelingt nicht jedem – was den 37-Jährigen dazu veranlasste, umgehend festzustellen, dass er sich in der MLS fühle wie „ein Ferrari unter lauter Fiats“. Via Twitter ließ er sein Gefolge um seine Wertigkeit für den Club wissen: „I am LA!“ Was nicht nur Royalisten an Sonnenkönig Louis XIV. erinnert, der als Vordenker von Ibrahimovic gelten darf mit dem absolutistischen Leitsatz: „L’état c’est moi. Der Staat bin ich.“ Es lebe Ibra I. von Los Angeles und dessen Wahlspruch: Ich bin klug, schön und gebildet – aber das Beste an mir ist meine Bescheidenheit.

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