Doppel-Spezialist Sam Querrey Foto:imago/Zuma Press Foto:  

Neben Siegen und Niederlagen gibt es in der Welt des Sports auch reichlich absurdes, seltsames und lustiges. Daher kürt unsere Sportredaktion mit einem Augenzwinkern täglich die Sportsfreundin oder den Sportsfreund des Tages. Heute: der Tennisprofi, der sich über den Daviscup ärgert.

Madrid - Gerard Piquet ist nicht nur Fußball-Profi des FC Barcelona, er veranstaltet mit seiner Investmentfirma Kosmos nun auch den Tennis-Daviscup – und muss sich für den neuen Modus mit 18 Teilnehmern, die fehlende Stimmung in Madrid und die vielen technischen Probleme harsche Kritik anhören. Zum Teil ist diese sicher berechtigt, andererseits verwundert es doch, wenn Profis, die mit ihrem Sport liebend gerne Millionen scheffeln, plötzlich über die stetig steigende Kommerzialisierung schimpfen.

Nachtschicht bis 4.04 Uhr

Verständlich ist allerdings der Ärger über den Spielplan. In der Nacht auf Mittwoch endete das entscheidende Doppel zwischen Spanien und Russland erst um kurz vor 2 Uhr, nach dem 2:1-Sieg meinte der spanische Superstar Rafael Nadal: „Das bereitet große Schwierigkeiten – den Spielern und den Fans.“

Noch grotesker wurde es in der Nacht auf Donnerstag. Die US-Amerikaner Sam Querrey und Jack Sock kämpften bis um 4.04 Uhr (!), ehe der Erfolg gegen Italien feststand. Doch nicht nur die Doppel-Spieler waren mit ihren Kräften am Ende, sondern auch deren Teamchef Mardy Fish. „Ich weiß gar nicht mehr, wo wir sind, wie viel Uhr wir haben, welcher Tag ist“, sagte er. Besonders bitter: Die harte Arbeit in der Nachtschicht hat sich nicht einmal gelohnt. Sowohl die Italiener wie auch die US-Amerikaner schieden bereits in der Gruppenphase aus – andere Teams waren deutlich aufgeweckter.

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