Ironisch provokante Plakate werben für das Bewegungsprojekt. Foto: Platzwechsel

Das Projekt „Platzwechsel“ bringt im Herbst mit einem bunten Programm selbst Sportmuffel auf Trab. Außerdem wird im Rahmen der Initiative in Unterlenningen ein Bewegungsparcours mit elf Übungsstationen gebaut.

Owen/Lenningen - Ein neues Sportprojekt mit dem Titel „Platzwechsel“ will Bewegung ins Lenninger Tal bringen. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn es soll vor allem 20 bis 40 Jahre alte Menschen dazu animieren, sich körperlich zu betätigen und damit etwas Gutes für ihre Physis und ihre Psyche zu tun. Zudem soll das von der regional ausgerichteten Betriebskrankenkasse BKK Scheufelen initiierte Angebot die Sportvereine wieder mehr als Partner der Bevölkerung ins Bewusstsein rücken. Mit im Boot sind unter anderem auch die Stadt Owen und die Gemeinde Lenningen.

Verena Grötzinger, die Bürgermeisterin der Stadt Owen, weiß aus eigener, leidvoller Erfahrung, wie schwer es ist, tägliche Bewegung in den eigenen Arbeitsalltag zu integrieren. Deshalb war sie von dem Projekt „Platzwechsel – Bewege dein Leben“ sehr angetan. Denn dieses spreche „Menschen an, die nicht viel mit Sport am Hut haben oder nicht Mitglied in einem Verein sind“. Die bundesweite Kooperation der Firma Team Gesundheit, des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) und der BKK Landesverbände will bei jungen Erwachsenen im Alter zwischen 20 und 40 Jahren Bewegung fördern und in den Kommunen „bewegungsfreundliche Strukturen“ schaffen. Dazu war es natürlich notwendig, die Vereine im Lenninger Tal zu gewinnen. Mit dem TV Unterlenningen, dem TSV Owen, dem Schwäbischen Albverein und dem Biosphärenwanderer Dieter Bounin von Lust auf Teck ist das gelungen.

Golf mit Frisbee-Scheiben

Von Ende September bis Ende November dieses Jahres organisieren sie kostenfrei diverse, nicht alltägliche Bewegungsangebote, an denen auch Menschen ohne sportliche Vorerfahrung teilhaben und die für sie passende Bewegungsform finden können – frei nach dem Motto: runter vom Sofa und rein in die Bewegung. Beispielsweise beim Disc-Golf am Samstag, 13. Oktober. Auf der weiten Fläche am Wanderparkplatz Bölle sind transportable Körbe aufgestellt. Jeder Teilnehmer erhält eine Disc-Scheibe, die er – wie beim normalen Golf – mit möglichst wenigen Würfen in den Korb befördern muss. Haben alle Teilnehmenden getroffen, geht es weiter zum nächsten Korb. Doch steht dabei – wie bei allen anderen Disziplinen auch – nicht die Leistung, sondern der Spaß im Vordergrund. Und ganz nebenbei werden die Fitness und Gesundheit, die Gewichtsreduktion und der Stressabbau gefördert.

„Wir bewegen uns deutlich zu wenig“, ist auch der Lenninger Bürgermeister Michael Schlecht überzeugt. Mit dem „Platzwechsel“ werde diesem Manko über niederschwellige Angebote entgegengewirkt. Unter anderem durch einen 1,5 Kilometer langen Bewegungsparcours, der auf dem Sportgelände am Bühl in Unterlenningen dauerhaft angelegt wird – eine Art moderner Trimm-Dich-Pfad mit elf Übungsstationen. Schirmherr des Projekts ist übrigens der Ringer-Weltmeister Frank Stäbler aus Leinfelden-Echterdingen.

Niemand wir von Frank Stäbler geschultert

Er bietet ebenfalls im Rahmen des Projekts Übungseinheiten an. Aber keiner der Freizeitsportler muss fürchten, von Stäbler geschultert zu werden – er leitet die Teilnehmer auf dem Parcours an, der am 23. September bei der Auftaktveranstaltung eröffnet wird. Michael Schlecht ist sicher, dass sich die Vereine mit Hilfe des Projekts in ein „interessantes Licht rücken“. Zudem sei die gemeinsame Aktion „zumindest ein Einstieg“ in die Zusammenarbeit der Vereine beider Kommunen.

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