Beim Barmer Women’s Run geht es vor allem um Spaß – sportliche Höchstleistungen muss hier niemand bringen. Foto: Lichtgut-Oliver Willikonsky

Zum dritten Mal hat der Barmer Women’s Run auf der Waldau stattgefunden. Rund 2200 Läuferinnen waren am Samstag dabei.

Stuttgart - Kurz nach Ankunft der Teilnehmerinnen ist ein Teil der Sportanlage an der Waldau in Degerloch ein leuchtendes Farbenmeer: „Es ist immer faszinierend: Alle ziehen sofort ihr T-Shirt an und dann ist alles pink“, sagt Jennifer Andresen von der Zeitschrift Runners World, die bereits zum dritten Mal Veranstalter des Barmer Women’s Run an der Waldau ist.

Sporteln, shoppen und ein bisschen Wellness mit den Freundinnen

Rund 2200 Teilnehmerinnen haben an den zwei Läufen über einmal fünf und einmal acht Kilometer teilgenommen. Der sportliche Erfolg steht dabei gar nicht so im Vordergrund: „Es geht mehr um Spaß als um Leistung“, sagt Albrecht Röder von der verantwortlichen Freunde Eventagentur, während er demonstrativ auf eine fast ins Ziel schlendernde Gruppe junger Frauen zeigt. Die tragen nicht nur das pinke Einheitstrikot mit der Aufschrift „Glitzerfliltzer“, sondern sogar noch rosa Tüllröckchen.

Schließlich geht es bei dem Event auch darum, Zeit mit den Freundinnen und anderen Frauen zu verbringen: Im Women’s Village gibt es deshalb – selbstverständlich – zahlreiche Shoppingmöglichkeiten, das Women’s Day Spa mit Massagen und allerlei Beauty-Kram. Geschlechterklisschees also in Hülle und Fülle. „Es ist ein bisschen klischeemäßig, ja“, gibt Andresen zu und lacht. „Aber man muss ja mal Mädchen sein dürfen“, findet sie.

Und den rund 3000 anwesenden Frauen und ihren Familien scheint das egal zu sein: Die Stimmung ist recht ausgelassen. Wobei manche Väter froh sind, dass es immerhin Bier gibt: „Am Ausschank haben sie gesagt, die Männer müssten nun umso mehr trinken – weil die Frauen ja kein Bier mögen“, erzählt er seiner Frau.

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