Alexander Walkenhorst Foto: Privat

Alexander Walkenhorst vom SV Fellbach und Thomas Kaczmarek glänzen bei den Europameisterschaften der Beach-Volleyballer in Scheveningen.

Scheveningen - Im Vorjahr hatten die beiden Beach-Profis schon bemerkenswerte Erfolge gefeiert. Ein paar Mal bereits war Alexander Walkenhorst und Thomas Kaczmarek bei internationalen Turnieren der letzte Punkt vorbehalten. Sie gewannen im Juni in Lausanne und in Odessa. Im Juli – dieser Titel war wohl am wertvollsten – dann auch ein Masters-Turnier der europäischen Beach-Volleyball-Serie im polnischen Niechorze. Doch der Erfolg, den Alexander Walkenhorst vom SV Fellbach und Thomas Kaczmarek, der Sandmann an seiner Seite, nun knapp ein Jahr später an der niederländischen Atlantikküste erzielt haben, ist wahrscheinlich der bis dahin größte in ihrer noch jungen gemeinsamen Karriere. Und das auch ohne den Turniersieg. Nach einem bis dahin arg durchwachsenen Saisonverlauf haben sie bei den Europameisterschaften am Strand von Scheveningen überraschend das Viertelfinale erreicht. Ausgeschieden sind sie nach starken Vorstellungen erst gegen die Besten. Alexander Walkenhorst und Thomas Kaczmarek unterlagen am Samstag den Welt- und Europameistern Julius Brink und Jonas Reckermann mit 0:2 (13:21, 17:21), die am Sonntag mit einem 2:0-Sieg (21:17, 22:20) im Finale über die Niederländer Emiel Boersma und Daan Spijkers erneut den kontinentalen Titel errungen haben. „Es ist keine Schande, gegen Julius Brink und Jonas Reckermann zu verlieren, wir sind stolz und froh über den fünften Platz“, sagt Alexander Walkenhorst.

Nach einer 1:2-Niederlage zum Auftakt der Europameisterschaften gegen die Österreicher Alexander Huber und Robin Seidl und dem zunächst zähen Verlauf der Partie gegen Murat Giginoglu und Hakan Gögtepe kam der Umschwung. Im dritten Durchgang droschen die am Ende zweitstärksten Deutschen das türkische Doppel mit 15:3 aus dem Sandkasten. Danach waren sie bis zum Treffen mit den besten Deutschen nicht mehr aufzuhalten. Alexander Walkenhorst und Thomas Kaczmarek bezwangen die dreimaligen Europameister Reinder Nummerdor und Richard Schuil aus den Niederlanden (21:16, 21:16) ebenso mit 2:0 wie die Letten Martins Plavins und Janis Smedins (21:17, 23:21), die bei den Weltmeisterschaften 2011 in Rom den vierten Platz erobert hatten. „Wir haben völlig befreit aufgespielt“, sagt der 23-jährige Fellbacher Alexander Walkenhorst. So soll es nun in dieser Saison weitergehen: mit ein paar bemerkenswerten Erfolgen mehr.

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