Lego will in China Fuß fassen. Foto: AP/Polfoto

Nach einem Umsatzeinbruch sucht der dänische Spielzeughersteller Lego Auswege aus der Krise. Nun kooperiert Lego mit Unternehmen aus China und will dort zum Beispiel Online-Spiele entwickeln.

Kopenhagen - Lego will in China Marktanteile gewinnen. Der unter Druck geratene dänische Spielzeug-Gigant schmiedet daher mit dem chinesischen Internet-Konzern Tencent eine Allianz zur Entwicklung von Online-Spielen und einem sozialen Netzwerk für chinesische Kinder, wie Lego am Montag mitteilte. Lego-Inhalte sollen zudem auf der Tencent Plattform veröffentlich werden.

Tencent ist Asiens wertvollstes Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von 537 Milliarden Dollar. Vor Lego hat bereits Mattel seine Fühler in China ausgestreckt und im Vorjahr Partnerschaften mit dem Internet-Händler Alibaba und der Online-Plattform BabyTree geschlossen.

Lego betreibt seit 2016 ein Werk in China

Lego hat in China derzeit nach Einschätzung der Marktforscher von Euromonitor International rund drei Prozent Marktanteil gefolgt von Mattel mit etwa zwei Prozent und Hasbro mit einem Prozent. Lego betreibt seit 2016 ein Werk in Jiaxing.

Der vor allem durch seine bunten Plastikklötzchen bekannt Familienkonzern hat nach dem ersten Umsatzrückgang seit mehr als einem Jahrzehnt 2017 die Reißleine gezogen und umfassende Sparmaßnahmen eingeleitet. 1400 der 18.200 Stellen werden gestrichen.

In der Vergangenheit war Lego durch den Einstieg in Video-Spiele, Smartphone-Apps, Film-Lizenzen und programmierbare Roboter zwar rasant gewachsen, zugleich aber sehr komplex geworden.

  
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