Zu den vielen Aufgaben des Garten-, Friedhofs- und Forstamtes zählt auch die Pflege von Parks und Grünanlagen. Foto:  

Das Garten-, Friedhofs- und Forstamt muss sparen. Der Katalog der Aufgaben ist aber lang. Im Bezirksbeirat Feuerbach wurden die aktuellen Maßnahmen für die Neugestaltung und den Erhalt der Spielflächen und Grünanlagen vorgestellt.

Feuerbach - Neue Spielplätze planen, alte Spielgeräte reparieren, Streuobstwiesen pflegen, Bolzplätze in Schuss halten, neue Spielflächen für Schulen oder Kindergärten anlegen, Beete und Flächen in Parks und Grünanlagen neu bepflanzen und falls notwendig, die Hecken und den Baumstand an Straßenrändern, Böschungen und anderen Stellen im öffentlichen Raum zurückschneiden – die Aufgaben und Aktivitäten der Mitarbeiter des Garten-, Friedhofs- und Fortsamtes sind vielfältig.

Bernhard Kirchmaier vom Gartenamt hat in den vergangenen Sitzung des Bezirksbeirates über die wichtigsten Maßnahmen berichtet, die im vergangenen Jahr abgeschlossen wurden.

Das größte Projekt war die neue Gestaltung des Alten Friedhofs. 15 Monate lang war die öffentliche Grünfläche in Ortsmitte von Feuerbach gesperrt, damit sie rundum erneuert werden konnte. Rund 1,1 Millionen Euro hatte die Stadt zur Verfügung, 670 000 Euro kamen von Bund und Land. Der Park werde von der Bevölkerung inzwischen „sehr gut angenommen“, sagte Kirchmaier.

Knappe Mittel für den Erhalt der Spielplätze

Neu gestaltet wurde auch der Spielplatz an der Leobener Straße gleich hinter dem Feuerbacher Hallenbad. Wo früher Büsche wild wucherten und die Geräte verrotteten, ist eine neue Spiellandschaft für Kinder entstanden. Für 30 000 Euro konnte eine kleine, aber feine Spieloase geschaffen werden. Kirchmaier präsentierte weitere Beispiele, wie mit vergleichsweise wenig Geld relativ viel erreicht werden konnte.

Manches gleicht der Quadratur des Kreises. Denn die Beschäftigten im Garten-, Friedhofs- und Forstamt müssen sparen. Rund eine Million Euro bekommt das Amt pro Jahr als Haushaltsmittel für den Erhalt der Spielplätze in Stuttgart zur Verfügung gestellt.

Spiel- und Bolzplatz an der Föhrichstraße wird neu konzipiert

Mehr als 500 Spielplätze gibt es in der Landeshauptstadt. Das Garten-, Friedhofs- und Forstamt nimmt regelmäßig die Plätze unter die Lupe, bewertet sie und teilt sie in verschiedene Prioritätsklassen ein. So kann objektiv verglichen und ermittelt werden, wo am dringendsten Hand angelegt werden muss. Unter den priorisierten Maßnahmen, die aus dem aktuellen Topf der Investitionspauschale finanziert werden sollen, befindet sich auch der Spiel- und Bolzplatz an der Feuerbacher Föhrichstraße. Eine Sanierung und Neukonzeption ist dringend notwendig, denn der Spielplatz ist in einem sehr schlechten Zustand. Lediglich eine Rutsche, eine Tischtennisplatte und zwei Schaukeln sind noch als Spielelemente vorhanden.

Auch der Spielplatz im Wohngebiet Schelmenäcker steht auf der aktuellen Liste für den Doppelhaushalt 2014/2015. Der auch aus alten Autoreifen geschaffene Kletterhügel soll beseitigt werden, sagte Kirchmaier. Ein größeres Projekt ist die geplante neue Grünfläche, die auf einem Teil des ehemaligen Krempelareals zwischen der Tunnelstraße und Oswald-Hesse-Straße realisiert werden soll.

Bessere Beleuchtung des „Alten Friedhofs“ gefordert

Mehrere Spielpunkte werden an dem terrassierten Hanggelände entstehen: „Es wird eine Gestaltung ohne viel Schnickschnack geben“, sagte Kirchmaier. Die Ausschreibung werde gerade erstellt. Bei der Bachschule am Mühlwasen wird ebenfalls ein neuer Spielplatz auf dem Dach des dort neu gebauten Regenrückhaltebeckens entstehen. Das Gelände werde aber erst im kommenden Jahr bepflanzt.

Bezirksbeirätin Britta Weber (Grüne) kritisierte, dass in jüngster Zeit die Bäume, Gehölze und Büsche an Straßenrändern und anderen öffentlichen Flächen von der Stadt radikal zurückgeschnitten oder entfernt werden. Kirchmaier stimmte ihr zu und meinte, auch er habe den Eindruck, dass man da mitunter „etwas über die Stränge schlägt“.

Roland Saur (SÖS/Linke) kam auf die Grünanlage „Alter Friedhof“ zu sprechen. Nur der eine Teil des Parks sei nachts beleuchtet, der andere liege komplett im Dunkeln, sagte Saur und regte an, diese Situation zu verbessern.

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