Beim großen Kinderfest rund um das Spielhaus im Schlossgarten wird klar – die Ferien könnten länger dauern. Foto: Julia Schenkenhofer

Zum Abschluss der Sommerferien ist im und am Spielhaus im Unteren Schlossgarten groß gefeiert worden. Grundschülerinnen treffen dabei ihre Freundinnen wieder – und freuen sich aufs neue Schuljahr.

S-Ost - Langsam neigen sich für die Stuttgarter Schulkinder sechs Wochen voller Schwimmbadbesuche, Nichtstun und Action dem Ende zu. Das Ferienabschlussfest unter dem Motto „Ferien ade, Schule juhe“ des Jugendamtes, in Kooperation mit Kinder- und Jugendhaus Nord, Spielhaus, Jugendfarmen und Aktivspielplätzen im Unteren Schlossgarten ist diesen Mittwoch, für viele der krönende Abschluss der ereignisreichen Sommerferien. Viele hundert Kinder genießen den Mittag bei den unzähligen Programmpunkten wie Riesenmurmelbahn, Geldbeutelbasteln oder im Märchenzelt.

Endlich wieder zusammen spielen

Zwei von ihnen sind Rhea und Derya aus Stuttgart. Nach einem abwechslungsreichen Vormittag haben es sich die beiden mit ihren Müttern auf einer Picknickdecke bei einem Stück Pizza gemütlich gemacht: „Wir haben schon Kräutersalz gemacht und am Spiegelbrillen-Parcours teilgenommen“, erzählen die Grundschülerinnen, die kommendes Schuljahr in die dritte Klasse kommen, begeistert. Ihre Begeisterung kommt nicht zuletzt daher, dass sie nun endlich wieder zusammen spielen können. Schließlich waren die Freundinnen in den letzten Wochen viel unterwegs und haben sich kaum gesehen, wie sie berichten: „Ich war in Hamburg im Musical ‚König der Löwen‘ und eine Schifffahrt haben wir dort auch gemacht, da habe ich sogar einen Klassenkameraden getroffen“, erzählt Rhea überglücklich. Danach ging es für die 7-Jährige noch nach Ungarn, wo sie zusammen mit der Schwester und den Eltern die Oma besucht habe, Welpen streicheln durfte und natürlich auch ausgiebig gebadet hat.

Freundin Derya hat in der Zwischenzeit das Sommerferienprogramm in Stuttgart ausgiebig genutzt – beim Mitmach-Kinderzirkus Circuli in Bad Cannstatt hat sie eine Woche verbracht und bei der Abschlussshow ihr sportliches Talent unter Beweis gestellt: „Ich habe Hula-Hoop gemacht und bin in einer Laufkugel gelaufen“, berichtet die 8-Jährige stolz. Die ganze Ferienzeit sei sie aber dennoch nicht in Stuttgart geblieben: „Außerdem waren wir am Bodensee und in der Schweiz, das war cool“, erzählt sie.

Vorfreude auf die Schule

Nach diesen ganzen Abenteuern freuen sich Derya und Rhea nun besonders darüber, wieder zusammen sein zu können. Und: Auch dem baldigen Schulanfang fiebern sie voller Erwartungen entgegen. „Wir kommen in die dritte Klasse, da lernen wir dann ganz viel. Und wir bekommen eine neue Lehrerin“, erzählen sie, während sie vor lauter Freude auf und ab hüpfen, um anschließend fieberhaft zu überlegen, welchen der Programmpunkte beim Fest im Schlossgarten sie nun als nächstes machen möchten – die Auswahl fällt schwer, schließlich ist die Auswahl groß.

Und das begeistert nicht nur die Kinder, sondern auch die Erwachsenen. „Aus pädagogischer Sicht ist das klasse, denn es ist für jeden etwas dabei – egal ob man es ruhiger mag oder einfach nur spielen will“, findet Erzieherin Gabi, die sich am Basteltisch des Jugendamtes zeigen lässt, wie aus vielen bunten Fäden ein Freundschaftsarmband wird. „Die Schablone und das Wissen nehme ich dann mit in die Kita, das können wir dann da auch machen, das wird klasse“, sagt sie, während sie die bunten Fäden durch die kreisrunde Schablone zieht – sieht eigentlich ganz einfach aus. Und ist es scheinbar auch: „Dafür habe ich gerade mal fünf Minuten gebraucht“, sagt ein 9-jähriger Junge aus Zuffenhausen, der stolz sein selbst gemachtes Armband mit bunten Farbverläufen hochhält. Und auch für das allgemeine Ferienprogramm in Stuttgart hat er nur Lob übrig und möchte eigentlich auch gar nicht verreisen: „Meine Eltern und ich waren in den Ferien am Gardasee, das war schon cool, aber daheim bin ich lieber. Da sind meine Freunde zum Spielen, Fahrradfahren und Schwimmen. Da kann ich viel mehr machen“, erklärt er.

Seine Traumferien möchte er deshalb auch in Stuttgart verbringen – zumindest so lange, bis er mit den Eltern zu seinem Traumreiseziel fährt: „New York würde ich gerne mal in den Ferien sehen, das kenne ich aus Filmen und das sieht cool aus!“ Ob sich dieser Traum erfüllt, zeigt sich für ihn frühestens in den nächsten Sommerferien, denn vorerst heißt es für die Kinder auf dem Sommerfest: zurück in die Schule.

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