Argon Gaxherri von der SG Weilimdorf ist der Spieler der Woche. Foto: privat

Der Spielmacher des A-Kreisligisten SG Weilimdorf hat 26 Tore erzielt, drei zuletzt im Ortsduell. Wie es zur verbesserten Ausbeute kommt und von wem er am liebsten bedient wird.

Zweifelsohne, das Ortsduell mit dem TSV Weilimdorf II ist eines der wichtigsten Spiele der Saison, da will man nicht als Verlierer vom Platz gehen. In der Hinrunde gab es noch ein brüderliches 3:3. Im Rückspiel am vergangenen Sonntag sah das anders aus, da gewann die SG aus dem Stadtteil Weilimdorf mit 4:1. Einen großen Anteil mit drei Treffern hatte Argon Gaxherri. Deshalb und weil der 20-Jährige überhaupt eine herausragende Runde spielt, ist er unser Spieler der Woche.

 

Gaxherris Zahlen lassen aufhorchen: 23 Spiele, 26 Tore – damit belegt er in der Schützenliste der Kreisliga-A-Staffel 1 aktuell den dritten Rang. Zusätzlich betätigte er sich auch noch als Zulieferer von zwölf Treffern. Die Zahlen werden noch bedeutender, wenn man einen Blick auf Gaxherris Verortung auf dem Feld und seine Vorjahresausbeute wirft. Nicht im Sturm, sondern auf der Zehn ist er positioniert, und gerade mal zwei Tore aus 19 Spielen brachte er in der Vorsaison zustande. Doch wie kommt es zu der Toreexplosion?

Für den Rechtsfuß ist alles eine Sache des Vertrauens. Im Hinblick auf sich selbst, seine Mitspieler und die Trainer, sagt er. Bedeutet: In der vergangenen Saison sei er hinter seinen eigenen Erwartungen geblieben, und auch seine Mitspieler hätten bemerkt, dass bei ihm nur bedingt was zusammenlaufe, woraufhin er häufig nicht angespielt worden sei. Anders in der aktuellen Spielzeit.

„Ich habe Selbstvertrauen, fordere die Bälle lautstark und bekomme sie auch, weil nun jeder im Team weiß, das dann was passiert“, sagt der Student der Wirtschaftsinformatik. Am liebsten lässt er sich vom Kapitän und Sechser Leon Üblacker „bedienen“. „Wir suchen uns gegenseitig. Er weiß, wo ich hinlaufe. Umgekehrt weiß ich, dass der Ball genau kommt und ich daraufhin in eine Abschlussposition komme“, sagt Gaxherri, der seine Stärken im „ersten Kontakt, guten Spielverständnis, einer guten Entscheidungsfindung im letzten Drittel und präzisen Abschluss“ sieht. Er räumt aber auch ein: „Aktuell kann ich machen was ich will, es klappt einfach alles.“ Unter anderem auch ein Kopfballtor jüngst im Weilimdorfer Ortsduell. „Alles andere als meine Stärke“, sagt der 1,84 Meter große SG-Toptorjäger.

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Einer seiner beiden Trainer, Tilmann Janik, kennt den Weilimdorfer Knipser schon aus Jugendtagen, hat ihn bei den A-Junioren betreut. Für Janik hat Gaxherri innerhalb eines Jahres eine wahnsinnige Entwicklung durchgemacht, die aus seiner Sicht aber noch nicht abgeschlossen ist. Denn nicht nur, dass er über eine brillante Technik und eine hohe Spielintelligenz verfüge, sondern „Argon ist auch ein harter Arbeiter, möchte sich stets verbessern und gibt auch im Training immer alles“, konstatiert Janik. Gaxherris Torhäufung steht für den Coach auch in Zusammenhang mit einem anderen Spielsystem. „So hat Argon mehr Räume und kommt vermehrt in Abschlussposition. So ist er besonders wertvoll für uns.“

Bereits mit drei Jahren begann Gaxherri bei der SG Weilimdorf mit Fußball – er wohnt nur fünf Minuten vom Sportgelände entfernt. Über die Stationen Sportvg Feuerbach, FSV 08 Bietigheim-Bissingen und TSF Ditzingen kehrte er in der A-Jugend wieder zurück zu seinem Heimatclub. Mit diesem steht er aktuell auf dem vierten Tabellenplatz. Zum TSV Münster, der den Relegationsrang belegt, fehlen derzeit sechs Punkte. „Wir haben den Aufstieg noch nicht abgehakt, zumal wir auch noch gegen Münster spielen“, gibt sich der 20-Jährige kämpferisch. Zuerst steht am Sonntag (15 Uhr) aber die Partie beim Vorletzten SportKultur Stuttgart an. „Ein Pflichtsieg, auch wenn es nicht einfach wird“, sagt Gaxherri.