Derrick Nnadi gewann mit den Kansas City Chiefs den Super Bowl. Foto: imago images/Icon SMI/Rich Graessle/Icon Sportswire

Derrick Nnadi ist Super-Bowl-Sieger. Anstatt seine Siegprämie bei wilden Partys zu verprassen, half er zunächst einmal einem Tierheim aus Kansas City – und übernahm die Adoptionsgebühren für mehr als 100 Hunde.

Kansas City, Missouri - Worum drehen sich die Gedanken eines Sportlers nach dem größten Triumph seiner Karriere? Bei American-Football-Profi Derrick Nnadi sind Hunde besonders wichtig. Der Defensivspieler des Super-Bowl-Siegers Kansas City Chiefs feierte seinen Erfolg auf ungewöhnliche Art und Weise. Darüber freute sich sowohl ein Tierheim aus der Heimatstadt des Teams als auch viele Familien, die sich zuvor kein Haustier leisten konnten.

Nnadi unterstützte nach dem Sieg im größten Einzelsportereignis der Welt nämlich das KC Pet Project (KCPP), das sich in Kansas City, der größten Stadt des US-Bundesstaats Missouri, jährlich um über 10.000 Tiere kümmert. Der Defensive Tackle zahlte die Adoptionsgebühr für mehr als 100 Hunde. Interessenten können sich deshalb dort nun kostenlos einen Vierbeiner aussuchen und aufnehmen.

Nnadi wollte selbst als Kind einen Hund

„Unsere Community ist auf Wolke sieben seit dem Sieg gestern Nacht und das ist so eine herzerwärmende Nebengeschichte zu diesem großen Erfolg“, sagte der Pressesprecher des KCPP Tori Fugate gegenüber „NBC News“. Demnach hätte sich am Morgen danach bereits eine große Schlange vor mehreren Tierheim-Filialen gebildet und viele Hunde hätten bereits ein neues Zuhause gefunden.

Der Footballer selbst kam auf die Idee, weil er und seine Familie früher selbst kein Haustier haben konnten. „Mein ganzes Leben lang wollte ich immer einen Hund. Als ich aufwuchs, hatte ich kein Haustier, meine Eltern erlaubten keine Tiere“, erzählte er „CNN“. „Als ich ihn (seinen Hund, Anm. d. red.) bekam, war er sehr scheu. Das brachte mich zum Nachdenken über andere Tiere, egal ob sie in Besitz oder in einem Tierheim sind, die sich ängstlich und alleine fühlen.“

Dass sich NFL-Spieler für soziale Einrichtungen in ihrer Stadt einsetzen, ist nicht selten. Jedes Jahr verleiht die Liga den „Walter Payton Man of the Year Award“ an einen Profi, der durch besonderes soziales Engagement aufgefallen ist.

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