Schwere Krawalle in Argentinien (Archivbild) Foto: Getty Images South America

Fußball-Fans in Argentinien haben einmal mehr mit Ausschreitungen ein Fußballspiel zu einem vorzeitigen Ende gebracht. Die jüngsten Krawalle jedoch erreichen eine neue Dimension.

Rosario - In Argentinien haben Fans einmal mehr mit Ausschreitungen ein Fußballspiel zu einem vorzeitigen Ende gebracht. Angesichts der drohenden Pokal-Blamage daheim gegen einen Drittligisten flippten Anhänger von Traditionsklub Newell’s Old Boys aus, warfen alles Greifbare, darunter auch einen Spülkasten aus den Toilettenräumen, aufs Spielfeld. Sie durchschnitten gar den Absperrzaun, um auf den Platz zu stürmen.

Weil die Polizeikräfte die Situation im Stadion in Rosario nicht unter Kontrolle bekamen, brach der Schiedsrichter die Partie der Runde der letzten 32 in der Nachspielzeit beim Stand von 2:1 für Außenseiter Villa Mitre gegen den Erstligisten ab. Schon vor dem Anpfiff hatte die Newell’s-Ultras Drohgesänge angestimmt: „Wenn ihr nicht gegen Mitre gewinnt, schicken wir euch ins Krankenhaus.“

Im November vergangenen Jahres hatten Fans von River Plate in Buenos Aires mit Aggressionen für weltweite Entrüstung gesorgt, als sie vor dem Rückspiel des Libertadores-Cup-Finales den Mannschaftsbus von Stadtrivalen Boca Juniors attackierten. Wegen fehlender Sicherheit wurde die Partie am Ende gar in die spanische Hauptstadt Madrid verlegt.

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