Fans im Stadion schauen sich gemeinsam friedlich die Partie des VfB Stuttgart und 1. FC Nürnberg an. Vor dem Spiel soll es zu zwei Überfällen auf Nürnberg-Anhänger gekommen sein. (Symbolbild) Foto: Pressefoto Baumann

Gleich zwei Vorfälle, bei denen vermutlich VfB-Stuttgart-Fans Anhänger des 1. FC Nürnberg geschlagen und beraubt haben sollen, sollen sich am Montag vor der Partie der beiden Vereine ereignet haben. Die Gruppen schlugen fast zeitgleich auf einem Parkplatz zu.

Stuttgart - Bevor im Stadion am vergangenen Montagabend der VfB Stuttgart auf den 1. FC Nürnberg getroffen ist, sollen vermutlich Fans des VfB auf dem Parkplatz P10 nahe der Mercedes-Benz-Arena Nürnberg-Anhängern aufgelauert haben. „Es gab zwei Vorfälle. Einen gegen 19.10 Uhr und einen etwa um 19.15 Uhr“, sagt Polizeisprecher Stephan Widmann.

Beim ersten Vorfall soll eine achtköpfige, schwarzgekleidete Gruppe von angeblichen VfB-Fans zwei 20 und 21 Jahre alte Fußballfans, die Nürnberg-Schals und Mützen trugen, auf dem Parkplatz abgepasst haben. Die Täter schlugen dem 21-jährigen Nürnberg-Fan ins Gesicht und raubten ihm den Schal. Ein weiterer Täter schlug dem 20-Jährigen ebenfalls ins Gesicht, bevor sich die Täter mit ihren Begleitern zunächst entfernten. Kurze Zeit später kamen sie zurück, verfolgten die beiden Opfer und forderten vom 20-Jährigen noch dessen Schal und Mütze, die der Eingeschüchterte schließlich herausgab.

Schürfwunden und Prellungen

Bei dem zweiten Vorfall sollen laut Polizeisprecher zehn bis 15 Personen weitere Nürnberg-Fans auf dem Parkplatz aufgefordert haben, ihre Schals und Mützen herauszurücken. Als diese sich weigerten, wurden zwei Personen aus der Nürnberg-Fangruppe angegriffen. Die Täter schlugen auf die zwei 25 und 35 Jahre alte Männer ein, raubten deren Fanschals und flüchteten.

In beiden Fällen haben die angegriffenen Personen Schürfwunden und Prellungen davon getragen. Die Nürnberg-Fans erstatteten Anzeige bei der Polizei.

Die Ermittlungen, insbesondere ob ein Tatzusammenhang zwischen den beiden Taten besteht, dauern an. Zeugen werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei unter der Rufnummer 0711/8990-5778 zu melden.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: