Kappelbergtunnel gesperrt Chaos im Feierabendverkehr

Von Frank Rodenhausen 

Vor dem Fellbacher Kappelbergtunnel dürfen an diesem Wochenende in Richtung Stuttgart nur die Baulastwagen fahren. Foto: Jan Potente
Vor dem Fellbacher Kappelbergtunnel dürfen an diesem Wochenende in Richtung Stuttgart nur die Baulastwagen fahren. Foto: Jan Potente

An diesem Wochenende ist der Fellbacher Kappelbergtunnel in Fahrtrichtung Stuttgart gesperrt. Nach zähen Staus im Feierabendverkehr am Freitag ist die Lage auf den Umleitungsstrecken jetzt deutlich entspannter.

Fellbach - Schon Tage zuvor hatten mobile LED-Tafeln am Rande der B 14 zwischen dem Leutenbach- und dem Fellbacher Kappelbergtunnel nervig-blinkend vor der bevorstehenden Streckensperrung gewarnt. An einem äußerst zäh fließenden Feierabendverkehr gen Stuttgart hat das am Freitagnachmittag und -abend nichts ändern können. An diesem Samstag indes lief und läuft es bei deutlich reduzierter Verkehrsmenge auch deutlich entspannter.

Nebenstraßennetz hoffnungslos überlastet

Um zwischen dem Teiler mit der B 29 und dem Kappelbergtunnel einen neuen Fahrbahnbelag aufbringen zu können, ist die Strecke dieses Wochenende auf dem gut zwei Kilometer langen Abschnitt in Richtung Landeshauptstadt abgeriegelt worden. Das hat in Stoßzeiten am Freitag zu zähen Staus geführt. Das Nebenstraßennetz in Fellbach und Bad Cannstatt war schon am Nachmittag hoffnungslos überlastet.

Bereits am Beginn der Westumfahrung in Waiblingen ging es am Abend dann nur im Stop-and-Go-Rhythmus in Richtung Stuttgart voran. Spätestens auf der Stuttgarter Straße, der zentralen Fellbacher Verkehrsachse, mussten sich die Auto- und Lastwagenfahrer in Geduld üben und den Feierabend deutlich nach hinten schieben. Auch durch Kernen lief es nicht besser. Angesichts der mehr als 80 000 Fahrzeuge, die täglich auf der B 14 durch den Kappelbergtunnel rollen, ist das freilich nicht verwunderlich gewesen.

Netzrisse, Durchbrüche und Fahrrinnen

Schon im Herbst vergangenen Jahres war der Pendlerverkehr zwischen dem Remstal und Stuttgart vor eine ähnliche Herausforderung gestellt worden. Seinerzeit war der Fahrbahnbelag auf der anderen Seite der Röhre in einer ähnlichen Wochenendaktion erneuert worden. Die damals praktizierte Baustellenlogistik habe sich bewährt, sagt eine Sprecherin des Regierungspräsidiums Stuttgart, das die Aufgabe im Auftrag des Bundes durchführt. Deshalb habe man an dem Prozedere festgehalten. Staus zu Stoßzeiten seien auf den Umleitungsstrecken leider nicht zu vermeiden.

Die Erneuerung des insgesamt rund vier Kilometer langen Straßenabschnitts, die in Summe knapp vier Millionen Euro kosten wird, sei nötig geworden, weil sich auf der Fahrbahn Netzrisse, Durchbrüche und Fahrrinnen gebildet hätten. Nach Ende des zweiten Bauabschnitts sei die Fahrbahnerneuerung in dem Bereich nun erledigt, die Fahrbahn im Kappelbergtunnel müsse vorerst nicht saniert werden, weil dies bereits vor etwa zehn Jahren erledigt worden sei.

Nächstes Wochenende wird die Gegenrichtung gesperrt

An diesem Sonntag wird eine ähnlich vergleichsweise entspannte Lage wie am Samstag erwartet. Am Montag um 5 Uhr soll die Strecke wieder frei gegeben werden. Einmal allerdings müssen sich die Autofahrer noch in Geduld üben, denn am kommenden Wochenende ist noch die Gegenspur dran. Dort allerdings könnte der Berufsverkehr von der Maßnahme verschont bleiben. Die Sperrung im Bereich der Ausfahrt Bad Cannstatt/Untertürkheim soll erst von 19 Uhr an vorgenommen werden.

Die Umleitung in Richtung Waiblingen erfolgt in Bad-Cannstatt über die Nürnberger- und Waiblinger Straße nach Fellbach und dort über die alte B 14. Von Montag, 26. März, 5 Uhr an soll der Verkehr dann wieder ungehindert durch den Kappelbergtunnel rollen – sofern ihn nicht die „normalen“ Staus daran hindern.

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