Sie stimmten beim SPD-Neujahrsempfang in der Alten Kelter auf 2015 ein: Hans-Hermann Pfeifer, Marion von Wartenberg und Sven Ostertag (von links). Foto: Rebecca Stahlberg

Beim Neujahrsempfang der SPD in Vaihingen ist es um Chancengleichheit und anstehende Projekte gegangen. Auch das Bildungssystem soll gerechter werden, ein kostspieliger Wunsch, aber eine Investition in die Zukunft.

Vaihingen - Beim Neujahrsempfang der SPD Vaihingen/Rohr am Dreikönigstag sprach Marion von Wartenberg, Staatssekretärin im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, als Hauptrednerin. „Die soziale Gerechtigkeit in der Bildung ist unser Anliegen“, sagte sie. Alle Kinder und Jugendlichen sollen Zugang zu Bildung bekommen, um irgendwann auch wirtschaftlichen Erfolg erzielen zu können. „Denn damit ist auch der Erfolg des Landes Baden-Württemberg verknüpft.“ Chancengerechtigkeit sei immer auch Bildungsgerechtigkeit, so die Sozialdemokratin.

Das Ziel ist ein gerechteres Bildungssystem aufzubauen

Das zentrale Ziel der Regierungskoalition sei der Ausbau der frühkindlichen Bildung und Betreuung. Man habe den historisch niedrigen Ausbaustand der Vorgängerregierung gesteigert und Baden-Württemberg nach Bremen auf den zweiten Platz gebracht, was die Qualität der frühkindlichen Betreuung angehe. Darüber hinaus wolle man die Ganztagsschulen weiter voranbringen, ebenso die Gemeinschaftsschulen. „Die Schule soll Lern- und Lebensort werden.“ In der Hoffnung, dass herkunftsbedingte Nachteile reduziert sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf geschaffen werden. Auch warb sie für Inklusion und die Integration von Flüchtlingen. „Ein gerechtes Bildungssystem wird Geld kosten. Aber es ist Geld, das gut angelegt ist“, zitierte sie den Bundespräsidenten Joachim Gauck.

Der Stadtrat Hans-Hermann Pfeifer drückte seine Hoffnung aus, dass die 2014 von OB Kuhn geschaffenen Konzepte – Verkehr, Wohnraum, Prostitution, Energie – im Jahr 2015 zur Umsetzung kommen. „Für Vaihingen wünsche ich mir, dass wir bei einigen großen Themen ein Wetterleuchten des Fortschritts sehen.“ Er nannte das Aurelis-Areal, um das es sehr still geworden sei, den Eiermann-Campus, für den keine Lösung in Sicht ist, den erhofften Regionalbahnhalt sowie den Schulcampus und die Soziale Stadt Dürrlewang, die sicherlich viele Impulse bringen werde.

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