Ein Haufen Erde muss auf dem Eichelberg bewegt werden: Spatenstich für die Erweiterung des Sportgeländes in Darmsheim. Foto: /Benjamin Knoblauch

Auf dem Darmsheimer Eichelberg entstehen zwei neue Fußball-Spielfelder für knapp 2,5 Millionen Euro. Den Kickern hüpft schon das Herz.

Lange haben die Darmsheimer „Fuaßbäller“ darauf warten müssen, dass ihre Spiel- und Trainingsbedingungen besser werden. Zehn Jahre sind ins Land gegangen – nun hat das Warten ein Ende. Am Donnerstag war Spatenstich für zwei neue Spielfelder, einen Kunst- und einen Naturrasenplatz. Den Fans des Fußballs hüpft das Herz.

 

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Laufen die Bauarbeiten so rund wie das Leder, müssten die beiden Fußballfelder bis zum Herbst bespielbar sein. Die Gartenbaufirma Moser, renommiertes Reutlinger Unternehmen im Sportstättenbau und auch am Sindelfinger Floschenstadion zugange, gibt Gas. Schwere Schaufelradbagger verschieben Mutterboden und karren Kies in großen Haufen daher. Auf 2,254 Millionen Euro wird – Unsicherheiten bei der Materialpreisentwicklung nicht berücksichtigt – das Projekt am Eichelberg nördlich vom Vereinsheim taxiert.

„Die Stadt tut nix“, hieß es lange

Für Hasso Bubolz, Chef des Turnvereins Darmsheim (TVD), gut investiertes Geld. Jahrelang lagen dem Freie-Wähler-Ortschafts- und Gemeinderat seine Fußballer in den Ohren, ihre Trainings- und Spielbedingungen seien unzulänglich. Sie mussten oft gen Sindelfingen und Maichingen ausweichen. Manches Mal soll es zornig geheißen haben, in der Kernstadt und in Maichingen sei man bestens bedient – und Darmsheim falle als kleines Dorf mal wieder hinten runter („die Stadt tut nix“). Groll, den der 72-Jährige verstand und in seiner sport- wie lokalpolitischen Zwitter- und Mittlerfunktion kanalisieren musste. Im Hintergrund war Hasso Bubolz für die 437 Fußball-Abteilungs-Mitglieder mit Lobbyarbeit unterwegs.

In die Schwippe kann kein Mikroplastik gelangen

Können die beiden Plätze bis im Herbst eingeweiht werden, dürften sich einst bittere womöglich in heitere Mienen verwandeln. Denn einen Vorteil hat das späte „Drankommen“ in Darmsheim: Die Spielfelder bekommen neueste Standards – siehe der Kunstrasenplatz. Weil Kunststofffüllungen nicht mehr zulässig sind, kommt zwischen den künstlichen Grashalmen Kork und Sand als Beimengung ins Spiel. Werden dann im Eifer des Gefechts und des Grätschens Mikroplastikteile gelöst, werden die in einem Drainage- und Sammelbecken aufgefangen, damit keine Schadstoffe in die Fischmägen in der Schwippe gelangen.

Froh sind die Darmsheimer, die mit drei Mannschaften in drei Ligen kicken, auch um eine LED-Flutlichtanlage, die das Rasenspielfeld säumt. So können künftige Heimsiege im besten Licht gefeiert werden.