Die spanische Polizei ermittelt gegen 28 Tennisspieler wegen Manipulationsverdacht. Foto: dpa

Eine 15-köpfige Bande aus Armenien soll mehrere Profi-Tennisspiele manipuliert haben. Die Behörden ermitteln auch gegen 28 Tennisspieler.

Madrid - Die spanische Polizei hat nach eigenen Angaben eine armenische Betrügerbande überführt, die Profi-Tennisspiele manipuliert haben soll. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, wurden 15 Verdächtige festgenommen. Gegen 68 weitere Menschen liefen Ermittlungen, darunter 28 Tennisspieler. Auch ein Spieler, der an den US Open im vergangenen Sommer teilgenommen hatte, geriet ins Visier der Ermittler.

Tausende Identitäten für Wetten missbraucht

Den Angaben zufolge waren Sportler bestochen worden, um Spiele der ITF Future und Challenger Tour zu manipulieren und ein vorher festgelegtes Ergebnis zu erzielen. Die europäische Polizeibehörde Europol erklärte, die Betrüger hätten dann die Identitäten tausender Bürger missbraucht, um Wetten auf die entsprechenden Spiele abzuschließen.

Die ITF-Turniere sind Profi-Spiele, die junge Spieler vor einem Aufstieg in die ATP-Serie bestreiten. Die Tennis Integrity Unit, ein Anti-Korruptionsgremium des Tennissports, hatte die Ermittler nach Angaben der Polizei eingeschaltet. Laut spanischer Polizei operierte die Betrügerbande mindestens seit Februar 2017 und ergaunerte sich womöglich mehrere Millionen Euro.

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