Wie nun durchsickerte, traf sich Mitt am Sitz der Stiftung Bloombergs in der Upper East Side von Manhattan über Orangensaft und Kaffee zu einem kurzen Frühstück. Foto: The Atlantic

Newt Gingrich hat nun end-, end-, endgültig seine erfolglose Präsidentschafts-Kampagne aufgegeben.

Okay, Newt Gingrich hat nun end-, end-, endgültig seine erfolglose Präsidentschafts-Kampagne aufgegeben. Bye, Bye Newt! Bis auf die armen Kollegen, die dem schwer von sich selbst überzeugten Wutbürger bis zum bitteren Ende in Arlington folgen mussten, dürfte das in den USA wirklich kaum jemanden mehr bewegen. Da macht es auch nichts, dass der ehemalige “Speaker” nur im Vergleich zu Barack Obama ein paar nette Worte über den dissonierten Kandidaten der Republikaner Mitt Romney finden konnte.

Romney ist ohnehin mehr an anderen Unterstützungserklärungen gelegen. Zum Beispiel der des New Yorker Bürgermeisters Michael Bloomberg, dem Inbegriff eines wirklich unabhängigen Politikers in den USA. Wie nun durchsickerte traf sich Mitt am Dienstagmorgen am Sitz der Stiftung Bloombergs in der Upper East Side von Manhattan über Orangensaft und Kaffe zu einem kurzen Frühstück. 30 Minuten lang dauerte die Begegnung, bei der beide Seiten dem Vernehmen nach ziemlich kontrovers über Waffenrecht, Einwanderung und Bildung diskutierten.

Das nennt man Aufmerksamkeit, Newt!

Auch US-Präsident Obama macht Bloomberg seine Aufwartungen. Direkt und indirekt. Vergangenen Freitag golfte der Bürgermeister erst mit Vizepräsident Joe Biden in einem vornehmen Vorort von Washington, bevor er am Samstag mit Verteidigungsminister Leon Panetta im nicht minder schicken Virginia ein paar Bälle einlochte. Obama selber hatte ihn im Februar zum Mittagessen im Weißen Haus.

Das nennt man Aufmerksamkeit, Newt!

Entschieden hat sich Bloomberg noch für niemanden. “Vielleicht später einmal”, beschied er Reporternachfragen. Nur soviel lies er erkennen. “Die Kandidaten sind sehr verschieden und geben der Öffentlichkeit eine echte Wahl. Sie können wirklich nicht sagen, die beiden ließen sich nicht auseinanderhalten.”

Der Bürgermeister macht es spannend, wohin er tendiert. Gemessen an den radikalen gesellschaftspolitischen Positionen, die Romney im Vorwahlkampf bezogen hat, dürfte er die schlechteren Karten haben. Doch wer weiß. Obama war ziemlich kritisch gegenüber Bloombergs Freunden an der Wallstreet, was dem Bürgermeister nicht gefiel.

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