Luftige Akrobatik ist beim Weihnachtszirkus zu erleben. Foto:  

Ein Besuch im Fellbacher Weihnachtszirkus ist ein Ereignis, in dem kleinen Zelt ist man als Besucher ganz nah dabei – wenn etwa Alexandra schwerelos das Hochseil erklimmt.

Fellbach - Wer in der ersten Reihe sitzt, denkt erst mal: „Hoffentlich spucken die Lamas nicht!“ Aber der Dompteur Dany Frank hat seine gemischte Tiergruppe – Ponys sind auch dabei – bestens und vor allem sehr liebevoll im Griff. Ohne ein lautes Peitschenknallen drehen die Tiere ihre Runden in der Manege, wälzen sich auf Kommando im Sägemehl oder wechseln auf ein scheinbar unsichtbares Zeichen die Richtung.

Der Atem stockt

Ein Besuch im Fellbacher Weihnachtszirkus ist ein Erlebnis – und nicht nur für die Kinder. Ganz nah ist man dabei, wenn Alexandra schwerelos das Hochseil erklimmt, der Atem stockt, wenn ihre Schwester Janine am Trapez bis in den Sternenhimmel der Zirkuskuppel schwingt und sich dann rückwärts hinabfallen lässt und im letzten Moment mit den Füßen am Trapez Halt findet. Zwei Stunden geht das Programm und das ist selbst für die Kleinsten nicht zu viel, mit offenen Mündern und glänzenden Augen verfolgen sie das Geschehen in der Manege. Da ist der Clown Pompon, der mehrfach auftritt, sich eine Liebste im Publikum sucht und auch mal mit ihr gemeinsam Blödsinn macht. Da ist der Jongleur, der mit Keulen, Bällen und Reifen um sich wirft, dass einem ganz schwindelig wird. Die Gebrüder Nicolai sind die Helden auf dem Tampolin, in einer fast ununterbrochenen Reihe von Saltis und Schrauben scheinen sie nichts von der Erdanziehung zu spüren. Bei ihrer Hand-in-Hand-Akrobatik zeigen sie Stärke und Körperbeherrschung, Kraft und Konzentration. Federleicht turnt die Zirkusprinzessin zwischen den beiden in der Kuppel aufgehängten Tüchern oder bei der neuen Nummer in einem Netz, das ein wenig an eine überdimensionale Hängematte erinnert. Das Zirkuszelt ist gut geheizt und über die Feiertage konnte sich die Familie Riedesel über einen sehr guten Besuch freuen. Zum 22. Mal gastierten sie über den Jahreswechsel in Fellbach und das Publikum schätzt den kleinen aber feinen Weihnachtszirkus. In der Pause gibt es Zuckerwatte und Popcorn, nach der Vorstellung warten die Ponys auf kleine Reiter.

Tolle Lichteffekte

Trommelwirbel und Musik, Nebel, der durch die Manege wabert und tolle Lichteffekte: Der Fellbacher Weihnachtszirkus braucht sich vor seinem großen Bruder auf dem Wasen nicht zu verstecken. Und vor allem ist man in dem kleinen Zelt ganz dicht mit dabei, kann die Zirkusluft quasi unverdünnt schnuppern.

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