Soziale Stadt in Stuttgart-Neugereut Die Soziale Stadt wird durch neue Projekte größer

Von Georg Linsenmann 

„Diese Schiene funktioniert nicht. Deshalb wollen wir es so machen“, sagt Bezirksvorsteher Ralf Bohlmann. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko
„Diese Schiene funktioniert nicht. Deshalb wollen wir es so machen“, sagt Bezirksvorsteher Ralf Bohlmann. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Um weitere Ideen anzugehen, wird das Sanierungsgebiet für die Soziale Stadt Neugereut erweitert.

Stuttgart-Neugereut - „Frischer Wind in Neugereut“. Das ist das Motto, unter dem im Stadtteil im Rahmen des Bund-Länderprogrammes „Soziale Stadt“ seit 2009 zahlreiche strukturelle Verbesserungen umgesetzt worden sind. Bis hin zur Modernisierung des Kinder- und Jugendhauses JimPazzo zum Bürgerhaus für alle Generationen, das demnächst eröffnet wird.

Damit andere Projekte nicht in der Flaute enden, ist einiges geschehen: etwa die Verlängerung der Projektfrist oder des Vertrages für das Stadtteilmanagement. Und vor Jahresfrist wurde der Förderrahmen um zwei Millionen Euro auf jetzt mehr als neun Millionen aufgestockt.

Und nun bekommt die Soziale Stadt auch hinsichtlich der Fläche Zuwachs, indem das Sanierungsgebiet um vier auf 70 Hektar erweitert werden soll. Der entsprechenden Planung, die von Karin Lauser vom Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung in der aktuellen Sitzung des Bezirksbeirates vorgestellt wurde, hat das Gremium einstimmig zugestimmt.

Der Grund für die Erweiterung ist einfach: Nur so bekommen in der Warteschlaufe befindliche Projekte überhaupt noch eine Chance auf Realisierung. Ganz besonders gilt das für einen Kreisel an der Einmündung der Benzenäckerstraße in den Seeblickweg. Der war auch schon im Rahmen des Bürgerhaushaltes gefordert worden, worauf Johannes Jäger (SPD) hinwies. Doch sowohl Lauser als auch Bezirksvorsteher Ralf Bohlmann machten deutlich, dass keine Aussicht bestehe, diesen Kreisverkehr über den städtischen Haushalt zu finanzieren: „Diese Schiene funktioniert nicht. Deshalb wollen wir es so machen“, sagte Bohlmann. Die Stadtplanerin bestätigte: „Wir wollen es jetzt über Sanierungsmittel der Sozialen Stadt versuchen.“

Schon länger klar ist, dass nur so ein Verbindungssteg zu bekommen ist, der die nordwestliche Ecke Neugereuts mit der Zuckerbergstraße über den viel befahrenen Seeblickweg verbindet. So sollen Kinder und Jugendliche sicher von der Arche zum Waldheim kommen. Noch vor der Sommerpause sollen ein Entwurf samt Kostenschätzung vorgelegt werden.

Dass die Benzenäckerstraße auf beiden Seiten einbezogen worden ist, ist die Auflösung einer Seltsamkeit der bisherigen Abgrenzung. Das Gebiet endet bisher auf der südwestlichen Seite der Straße. Eine Erweiterung bis zur anderen Seite der Straße würde eine Verbreiterung des Gehweges samt Radfahrstreifen in die Wege einleiten, einschließlich der teils ungünstigen Situationen in den Einmündungsbereichen.

Redaktion Mühlhausen

Ansprechpartner
Georg Linsenmann
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