Das Weihnachtsbingo im Jugendtreff Lauchau wird gut angenommen. Foto:  

Die SWSG bezuschusst eine Stelle im Jugendtreff Lauchau. Der Verträg läuft Ende des Jahres aus. Der SWSG-Aufsichtsrat sieht diesem Vorhaben wohlwollend entgegen und prüft diese Frage.

Vaihingen - Frank Otto Huber findet klare Worte. „Wir brauchen diese Stelle weiterhin“, sagt der Leiter des Kinderhaus Büsnau. In dieser Funktion ist er auch für den Jugendtreff Lauchhau verantwortlich.

Seit einigen Jahren bezuschusst die Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft (SWSG) eine der Sozialpädagogenstellen des Jugendtreffs Lauchhau. Die Vereinbarung zwischen der SWSG und der Stuttgarter Jugendhausgesellschaft läuft Ende des Jahres aus; eine Fortsetzung steht aktuell zur Debatte.

Werben für eine Weiterfinanzierung

Huber ist daher nicht untätig gewesen. Er hat den Weg zu den SWSG-Aufsichtsräten über die Vaihinger Betreuungsstadträte gesucht. Diesen hat er Briefe geschrieben, um für die Weiterfinanzierung zu werben. Freilich in der Hoffnung, dass die Stadträte es in ihre Fraktionen weitertragen und sich bei den Aufsichtsräten für die Angelegenheit einsetzen.

Die Stadträte haben sich ihm gegenüber positiv geäußert, wie Frank Otto Huber berichtet. SPD-Stadträtin Roswitha Blind bestätigt, dass sie ihre volle Unterstützung zugesichert habe: „Ich halte es für sehr wichtig, dass die SWSG diese Sozialpädagogenstelle weiterhin finanziert.“ Eine solche Stelle tue sicherlich jedem Stadtteil gut, gerade im Quartier Lauchhau-Lauchäcker sei sie jedoch besonders wertvoll.

Positives Signal vom SWSG-Aufsichtsrat

Am Montag ist der SWSG-Aufsichtsrat zu einer nicht öffentlichen Sitzung zusammengekommen. Nach Informationen unserer Zeitung hat der Aufsichtsrat während dieser Sitzung ein positives Signal an die Geschäftsleitung gesendet und die Verlängerung des Vertrags empfohlen. Ob die Geschäftsführung der Empfehlung folgt, ist jedoch nicht gesichert. Die Entscheidung steht noch aus.

Auf Nachfrage unserer Zeitung teilt die SWSG mit, dass man mit den erzielten Erfolgen sehr zufrieden sei. Vor dem Hintergrund der guten Arbeit in Lauchhau-Lauchäcker prüfe das Wohnungsunternehmen der Landeshauptstadt momentan eine weiterführende Unterstützung, sagt Peter Schwab, der Sprecher der SWSG. „Die Verantwortlichen vom Kinderhaus Büsnau können dabei sicher sein, dass die SWSG diese Frage wohlwollend untersucht“, teilt er mit.

Jugendsozialarbeit löst viele Probleme

Pro Jahr ist für die halbe Sozialpädagogenstelle ein Zuschuss von 30 000 Euro nötig. Überzeugende Gründe, die für eine Fortsetzung des Engagements der SWSG im Lauchhau sprechen, nennt Huber gern: Einst sei das Quartier als sozialer Brennpunkt gesehen worden. Die SWSG, welche die Wohnanlage im Lauchhau vor über 40 Jahren erbaut hat, habe es mit privaten Sicherheitskräften probiert – im Volksmund auch schwarze Sheriffs genannt – doch dies sei gescheitert, erinnert der Kinderhausleiter. Seitdem man Jugendsozialarbeit betreibe, seien viele Probleme gelöst worden, verdeutlicht er. „Durch unsere Arbeit ist es ruhig geworden im Stadtteil, es gibt weitaus weniger Sachbeschädigungen und Ärger.“ Die Angelegenheit sei daher eine „Win-win-Situation“, auch die SWSG profitiere von der Fortführung der Jugendarbeit, betont er. In einem Schreiben, das der SWSG vorliegt, hat Huber außerdem Probleme aufgezeigt, die weiterhin im Quartier vorhanden sind und denen entgegengewirkt werden soll.

Darunter fällt etwa der hohe Grad an Anonymität unter den Bewohnern, der große Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund sowie von sozial Schwachen, außerdem die große Anzahl von Kindern und Jugendlichen im Stadtteil. Die Schlussfolgerung: Es gibt noch genügend wichtige Ansatzpunkte, die eine Fortführung der Arbeit rechtfertigen.

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