Ein Rhythmus, bei dem jeder mit muss: Soul in der Alten Reithalle. Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Probates Mittel gegen den Weihnachtsstress: Eine Portion Soul, Funk und Reggae bei der Christmas Party der Band MadChick of Soul. Aber nicht alle Fans durften mitfeiern.

Stuttgart - Wenn Berti Kiolbassa über den grassierenden Weihnachtsstress nachdenkt, fällt ihm Karl Valentin ein: „Wenn die stille Zeit vorbei ist, dann wird es auch wieder ruhiger.“ Am Samstag, bevor es so richtig mit „Stille Nacht“ losging, sorgte er dafür, dass sein Publikum noch mal ordentlich was auf die Ohren bekam. Die legendäre Christmas Soul Night von und mit seiner Band MadChick of Soul füllte die Alte Reithalle des Maritim-Hotels wieder so komplett, wie es die strengen Auflagen zulassen. Das hieß leider für etliche Fans, dass sie vergeblich gekommen waren – die Karten waren schon vor Beginn des Konzerts restlos ausverkauft.

Rund 1000 Menschen feierten in der Reithalle, schillernde Tanzmäuse ebenso wie legere Fersenwipper. Sie alle wurden bestens bespielt von einer Band, die zwar Songs covert, deren Musiker aber mit zum Besten gehören, was Deutschland zu bieten hat. Der Stuttgarter Bandleader und Keyboarder Kiolbassa hatte auch dieses Jahr wieder prominente Unterstützer an seiner Seite: Cherry Gehring und Frank Dabber etwa, der Sänger beziehungsweise der Schlagzeuger von Pur, Marius Goldhammer, Bassist bei BAP und Thorsten Skringer – der Saxofonist wurde mit der Band Heavytones bekannt, die jahrelang in Stefan Raabs Late-Night-Show „TV total“ spielte.

Übrigens: die erste Folge von „TV total“ wurde 1999 auf „Pro Sieben“ ausgestrahlt, die erste Soul Night im Maritim fand 1998 statt. Im April diesen Jahres feierten die „verrückten Hühner“ und das Hotel mit vielen prominenten Gästen wie berichtet das 20-jährige Jubiläum ihrer Kooperation – ebenfalls in der Alten Reithalle.

Drei Mal im Jahr findet die Soul Night im intimeren Rahmen der Hotelbar statt, einmal, traditionell am letzten Samstag vor Weihnachten, mit Glanz und Gloria im historischen Bau. Dieses Jahr kostete die Party erstmals überschaubare zehn Euro Eintritt. „Das haben wir bei der 20. Soul Night eingeführt“, sagt Kiolbassa. Und er fügt hinzu: „Was ist heute noch umsonst? Ich finde, nach all den kostenlosen Jahren dürfen wir auch Eintritt verlangen.“ Zumal ein guter Teil des Erlöses an die Benefiz-Aktion „Herzenssache“ gehe.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: