Ministerpräsident Winfried Kretschmann Foto: dpa/Bernd Weissbrod

Die Delta-Variante des Coronavirus bereitet auch in Baden-Württemberg Sorgen. Sollte sich am derzeitigen Abwärtstrend der Infektionszahlen etwas ändern, will die Landesregierung Konsequenzen ziehen, so Ministerpräsident Winfried Kretschmann.

Stuttgart - Derzeit sinkt die Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg - sollten die Infektionszahlen aber wieder steigen, will die Landesregierung die Maskenpflicht an Schulen erneut einführen. Das kündigte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Dienstag in Stuttgart an. „Wenn der Abschwung gebrochen ist, müssen wir wahrscheinlich speziell bei der Maskenpflicht in Schulen das wieder ändern“, sagte er. Besonders die ansteckendere Delta-Variante des Coronavirus müsse man beobachten.

Schülerinnen und Schüler können seit Montag an in Baden-Württemberg größtenteils auf eine Maske verzichten. Wenn die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz in einer Region unter 35 liegt und es zwei Wochen an der Schule keinen Corona-Fall gab, wird die Maskenpflicht in Klassenräumen aufgehoben. Außerhalb der Unterrichtsräume, also zum Beispiel auf Fluren, müssen Schüler und Lehrer aber weiterhin Masken tragen. Die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im Freien und auf Schulhöfen entfällt bereits, wenn die Inzidenz unter 50 liegt. Die Bildungsgewerkschaft GEW hält die Aufhebung der Maskenpflicht in den Klassenräumen für voreilig und gefährlich.

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