Der freie Sonntag ist eine bedrohte Institution. Foto: www.BilderBox.com/www.BilderBox.com

Noch bevor das Christentum im Römischen Reich zur Staatsreligion wurde, führte Kaiser Konstantin den freien Sonntag ein. Die Erfindung hat sich bewährt – und ist gleichfalls bedroht.

Stuttgart - Es war am fünften Tag vor den Nonen des März im Jahre 1074 nach der Gründung Roms oder – wie wir heute sagen würden – an diesem Mittwoch genau vor 1700 Jahren, als der römische Kaiser Konstantin uns den freien Sonntag verordnete: „Alle Richter, die Stadtbevölkerung und die Betriebe aller Gewerbe sollen am verehrungswürdigen Tag der Sonne ruhen“, heißt es in dem Edikt vom 3. März 321. Dem Sinne nach gilt es noch heute, fand Aufnahme ins Grundgesetz (Artikel 140) und wurde sogar in eine eigene DIN-Norm (ISO 8601) gegossen.

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