Die Straße Sonnenbühl und die Abraham-Wolf-Straße sollen ausgebaut werden. Nach Ostern sollen die Bauarbeiten starten. Foto: Stefanie Käfferlein

Die Straße Sonnenbühl und die Abraham-Wolf-Straße werden von April bis August ausgebaut. Nach Ostern soll der Ausbau beginnen.

Sonnenberg - Seit langem sorgt der Ausbau der Straße Sonnenbühl und der Abraham-Wolf-Straße für Wirbel. Die Abwicklung der Bauarbeiten ist alles andere als einfach. Die Straße Sonnenbühl ist eine Sackgasse. Sie muss voll gesperrt werden. In diesem Zusammenhang ist eine Ausweichstrecke über einen bislang nicht asphaltierten Feldweg erforderlich, damit die Anwohner dennoch in dieser Zeit zu ihren Grundstücken gelangen können.

Nun ist jedoch ein vollkommen anderes Thema in den Mittelpunkt der Diskussionen gerückt. Denn der Gehweg, der auf der südlichen Seite der Fahrbahn entstehen wird, soll eine Breite von zwei Metern haben, die Fahrbahn eine Breite von 6,35 Metern. Die ursprüngliche Planung aus dem Jahr 2006 sah allerdings eine geringere Gehsteigbreite von 1,50 Metern vor.

Bürger haben ihre Anliegen vorgetragen

„Wir begrüßen es ja, dass es einen durchgehenden Gehweg geben soll“, sagte Marcus Mattis am Mittwoch in der Bezirksbeiratssitzung, bei der Jochen Hutt und Roland Petri vom Tiefbauamt die Planung vorgestellt haben. Marcus Mattis wohnt in der Straße Sonnenbühl und gehört zu denjenigen Bürgern, die Unterschriften gegen die „heimlich geänderte Ausbauplanung der Abraham-Wolf-Straße bis zum Haus Nummer 7 und Sonnenbühl bis Haus Nummer 22“ gesammelt haben. Am Mittwochabend hat er in der Sitzung die Anliegen der Bürger vorgetragen.

„Auch wir wollen, dass Mütter mit ihren Kinderwagen gut aneinander vorbeikommen“, sagte Mattis. Dennoch müsse die Planung realistisch sein. Außerdem würde der Gehweg im Nichts enden. Der Grund, warum der Gehweg breiter werden soll, ist folgender: Die Vorgaben und Empfehlungen hätten sich in den vergangenen Jahren geändert, damit eine ausreichende Sicherheit gewährleistet werden könne, sagte Hutt den Bezirksbeiräten und den anwesenden Bürgern. „Früher lag die Minimalbreite bei 1,50 Metern, nach heutiger Planungsgrundlage liegt sie aber bei zwei Metern“, sagte Petri.

Bislang finde wildes Parken statt

Bisher finde entlang der Straße wildes Parken statt, künftig sei lediglich einseitiges Parken möglich, sagte Hutt. „Dadurch stehen 27 Parkplätze zur Verfügung.“ Gegenüber der aktuellen Situation seien es neun Parkplätzen weniger.

„Der Wegfall von neun Parkplätzen ist jedoch fatal“, sagte Mattis. Der Parkdruck sei enorm, vor allem auch wegen des derzeitigen Umbaus des Generationenzentrums. Der Sonnenberger bedauerte, dass die Anwohner im Vorfeld nicht besser informiert worden waren.

Im Zusammenhang mit ihrer Unterschriftenaktion forderten sie, die Planung mit einem 1,50 Meter breiten Gehweg umzusetzen. „Oder es wird eine entsprechende Parklösung mit eingezeichnetem Gehwegparken bei 1,50 Meter Fußgängerbereich umgesetzt“, schrieben die Anwohner. Indem man es den Autofahrern erlauben würde, auf dem Gehweg zu parken, würden laut den städtischen Mitarbeitern drei Parkplätze gewonnen werden.

Verwaltung muss weitere Parkplätze schaffen

Axel Brodbeck, Bezirksbeirat der Freien Wähler, wollte von der Verwaltung wissen, warum man bei einem reinen Anwohnergebiet, dessen Straßen an einer Schranke und an einer Wendeplatte enden, nicht auch den Wünschen der Anlieger nachkommen kann. Auch Fred Wagner von der CDU sah das so. Zwar sei eine Gehwegbreite von zwei Metern sinnvoll. Sinnvoll sei es aber auch, „dass wir jetzt dem Bedarf der Anwohner nachkommen“. Andreas Groll (Grüne) konnte sich mit dem Gehwegparken nicht anfreunden. Seine Fraktion sei vielmehr dafür, auf einer Länge von zwei Fahrzeugen, Buchten zu schaffen.

Schließlich stimmte das Gremium den bisherigen Plänen einstimmig zu und forderte die Verwaltung dazu auf, mindestens drei zusätzliche Parkplätze zu schaffen.

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