In gemütlicher Atmosphäre war viel Platz für die jüngeren Besucher. Foto: factum/Bach

Die Schöckinger Sommernächte sind ein viertägiges Musik- und Sportspektakel. Die Stimmung unter den 100 Besuchern war entspannt. Ein Jugendlicher war besonders aktiv.

Ditzingen - Vier Tage lang haben die Schöckinger gefeiert. Es war die Neuauflage einer Veranstaltung, wie sie erstmals 2014 anlässlich des 1200-Jahr-Ortsjubiläums stattfand. Und doch war es für Einzelne weit mehr als eine Wiederholung.

Vier Tage lang ging es durchweg entspannt zu bei den zweiten Schöckinger Sommernächten. Das Freizeitgelände Waldstraße ist ein wenig abgelegen und doch nur wenig entfernt von der Ortsmitte. Viele Festgäste kamen entspannt zu Fuß. Auf dem Gelände fand auf Sitzkissen, auf Gartenstühlen, an Stehtischen jeder seinen Platz. An der einen Stirnseite des von Bäumen umrahmten, ebenen Geländes stand die Bühne, an der anderen die Feuerwehr. Am Freitag blieb es auch für die Einsatzkräfte entspannt, als sich der Platz langsam füllte.

Der Ortsvorsteher Michael Schmid sprach von letztlich rund tausend Besuchern an diesem Abend: Tobende Kinder, Jugendliche Biker auf der neu gestalteten Anlage, Erwachsene, die den Sommerabend genossen. „Die viertägige Veranstaltung ist keine Konkurrenz zum traditionellen, zweitägigen Dorffest“, sagt Schmid. Beides wird von der Stadt unterstützt, sei aber nicht miteinander vergleichbar: Hier das traditionelle Dorffest, zu dem man eher spontan geht. Dort die Sommernächte, zu denen man kommt, um die Musik zu hören. Die Kinder und Jugendlichen haben eher bei den Sommernächten ihren Platz auf der von Bäumen und Büschen umsäumten Fläche. Der Sicherheitsdienst indes blieb entspannt: Keine Spur von Aggressivität.

Musik mit Überraschungen

Vier Schöckinger begeistern ihr Publikum mit Coversongs aus Rock und Pop. Luisa Schäfer, Philipp Scholze, Ruven Benz und Julian Haas stehen am Freitag zum ersten Mal zusammen auf der Bühne. Der Ortsvorsteher hat daran nicht unerheblichen Anteil. Er habe die Sängerin dazu aufgefordert, erzählt der Ortsvorsteher. Manchmal müsse man die Menschen zu ihrem Glück zwingen, schiebt er lachend nach. Das Publikum gibt ihm Recht. Am Ende reicht eine Zugabe dieser Band nicht, die viel mehr ist an diesem Abend als bloß die Vorgruppe von „Wendrsonn“.

Neuauflage eines mehrtätigen Festes: Vier Schöckinger Musiker begeistern

Der erste Festtag wurde von Jugendgemeinderat und Stadtmarketing verantwortet. Die Jugendlichen standen im Mittelpunkt, schließlich wurde die BMX-Bahn offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Der Jugendgemeinderat hatte einen Bauwagen gestiftet. 25 Jugendliche hatten mehr als ein Jahr lang die Anlage errichtet. Einer von ihnen war besonders aktiv: Johannes Eppinger. Der Bürgermeister Ulrich Bahmer überreichte ihm dafür den Engagement- und Kompetenznachweis des Landes. Damit wurden Eppingers Engagement, Führungskompetenz, Teamgeist und handwerkliche Geschick gewürdigt.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: