Vielseitiges Verwirrspiel mit Stoffbahnen im Theater unter den Kuppeln Foto: privat

Shakespeares „Sommernachtstraum“ ist die erste große Produktion im Theater unter den Kuppeln in Stetten (Leinfelden-Echterdingen), vom 11. September ist es zu sehen. In den Vorführungen werden wegen der Corona-Bestimmungen nur jeweils 120 Plätze vergeben.

 
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Stetten - Wie man adlige Personen oder Verbrecher auf einer Bühne spielen kann, davon hat wohl jeder eine Vorstellung. Aber wie stellt man einen Esel dar, oder gar eine Wand, die sprechen kann? Das sind nur zwei der vielen Herausforderungen, die gelöst werden müssen, wenn Shakespeares Komödie „Ein Sommernachtstraum“ auf dem Spielplan steht. Herausforderungen, die gerne angenommen werden von Schauspielern, weil ja auch sonst in diesem Stück nichts so ist, wie es zunächst scheint. Denn das ist ein kunterbuntes Stück um Liebe, Intrige, Verwechslungen und viel Magie.

Eine Inszenierung aus einem Guss

Das wird auch von Freitag, 11. September, an im Theater unter den Kuppeln in Stetten so sein, der ersten großen Produktion dort in diesem Sommer. 21 Rollen gibt es in dieser Übersetzung von Cornelia Elter-Schlösser zu verteilen, Regisseur Semjon E. Dolmetsch hat mühelos 21 Darsteller gefunden. „Da stehen drei Generationen auf der Bühne zwischen 16 Jahren und Ende 50“, so Dolmetsch, erfahrene Akteure auch in Stetten und Neulinge. „Und Wand und Esel zu besetzen, war überhaupt kein Problem, auch die Rollen der Handwerker-Truppen waren sehr begehrt“, so Dolmetsch. Das klingt leichter, als es war. Denn geprobt wird seit Mitte Juni. Und ob, wie und wann die Inszenierung gespielt werden kann, war in diesen Corona-Zeiten immer wieder in Frage gestellt, entsprechend sind immer Leute abgesprungen, neue Akteure mussten verpflichtet werden. Doch Dolmetsch ist zuversichtlich, dass er mit seiner eigenen Shakespeare-Erfahrung nun eine Inszenierung aus einem Guss entwickelt hat, die das Publikum von Anfang an in den Bann zieht. Im Mittelpunkt steht ein großer Würfel, an dem sich zahlreiche Stoffbahnen befinden. Das ist der zentrale Ort der Wandlungen und Verwandlungen. „Da haben wir uns viel einfallen lassen, was man alles mit diesen Stoffbahnen machen kann.“ Denn die Corona-Abstandsregeln gelten auch für das Bühnengeschehen selbst.

Kartenvorbestellung wird dringend empfohlen

Das wird dann eine Inszenierung, die in vielem den heutigen Sehgewohnheiten entspricht. Dolmetsch: „Da halten wir es mit Shakespeare, der seine Stücke ja auch in seiner Gegenwart gesetzt hat.“ Der Theaterton wird ebenso gepflegt, die Texte sind in Reimform gehalten.

Acht Aufführungen sind bis 3. Oktober geplant, Vorbestellung wird dringend empfohlen, Telefon, Dienstag und Freitag, 15 bis 18 Uhr, 0711/79 51 11 oder online unter www.tudk.de. Wegen der Auflagen können nur 120 Plätze belegt werden.