Kali Mutsa auf dem Stuttgarter Marktplatz Foto: Leif Piechowski

Am zweiten Abend vermischt sich alles beim Sommerfestival der Kulturen auf dem Marktplatz: Die Nationalitäten vor , die Stile, visuell und musikalisch, auf der Bühne.

Stuttgart - Am zweiten Abend vermischt sich alles beim Sommerfestival der Kulturen auf dem Marktplatz: Die Nationalitäten vor , die Stile, visuell und musikalisch, auf der Bühne. „Am Abend wagen wir das Experiment“, sagt Rolf Graser, Geschäftsführer beim Veranstalter Forum der Kulturen, „und das gefällt vielleicht nicht jedem.“

Vielleicht aber doch, denn die Stimmung ist gut. Kali Mutsa heißt die Band, die spielt. Die Sängerin Kali, eine Roma, wanderte von Frankreich nach Chile aus, heute trägt sie ein silbernes Kostüm, ein silbernes Kopftuch dazu, tanzt wie ein funkelnder Roboter im Sonnenschein und singt mal schrill und spitz, mal freundlich schön. Begleitet von Sandoje Catiri, Matcho Mayta und Saray Tikuna lässt sie die Silben über die Zunge rollen oder stößt rhythmische Schreie aus.

Die Chilenen haben erst wenige Konzerte gegeben in diesem Teil des Kontinents. Sie überraschen mit wildem Stilmix, aber beim Festival der Kulturen, wo die Vielfalt das Motto ist, kommt das gut an. „Es sind Balkan-Beats darin“, sagt Silvia Michel aus Stuttgart. Sie besucht das Festival in jedem Jahr und freut sich: „Keine Radiomusik“, sagt sie, „und das ist gut.“

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