Smartphones sind immer dabei – und ersetzen kompakte Digitalkameras Foto: dpa

Fast jeder nutzt das Smartphone als praktische Knipse. Die Folge: Der Absatz von kompakten digitalen Kameras geht zurück.

Fast jeder nutzt das Smartphone als praktische Knipse. Die Folge: Der Absatz von kompakten digitalen Kameras geht zurück.

Berlin - Der Smartphone-Boom geht immer häufiger auf Kosten anderer elektronischer Geräte. Rund 24 Millionen Computerhandys werden dieses Jahr in Deutschland voraussichtlich verkauft – 6,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Im gleichen Zeitraum bricht der Absatz von Digitalkameras um 16,3 Prozent auf rund 4,7 Millionen ein. Das ergibt eine Prognose des IT-Branchenverbandes, die sich auf Daten der Marktforschungsunternehmen GfK und EITO stützt. „Die Smartphones ersetzen im großen Maße einfache Digitalkameras“, sagte Bitkom-Präsidiumsmitglied Christian P. Illek. Praktisch jeder nutze sein Smartphone zum Fotografieren. Gleichzeitig gebe es aber einen Trend zu höherwertigen Digitalkameras, der den Umsatzverlust bremse. Demnach geben Verbraucher in diesem Jahr im Schnitt 276 Euro für einen digitalen Fotoapparat aus – 2012 waren es erst 237 Euro.

Weil Smartphones zunehmend auch zum Musikhören genutzt und oft mit drahtlosen Lautsprechern verbunden werden, ist auch der deutsche Markt für Audio-Geräte rückläufig. Der Absatz mit Geräten wie Verstärkern, Hifi-Komponenten und MP3-Spielern soll sich dieses Jahr um 3,4 Prozent auf rund 10,7 Millionen Stück verringern.

Der Boom von Tablets ist ungebrochen. Hier soll der Absatz 2014 um knapp 15 Prozent auf 9,2 Millionen steigen. Die allermeisten Käufer nutzen zum ersten Mal die handlichen Flachcomputer. Dabei liegen vor allem günstige Geräte für rund 100 Euro im Trend. Neue Tablets und Smartphones werden ab 5. September auf der Ifa in Berlin präsentiert.

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