Der 17-jährige Julian Hillmer, der für den SC Degenfeld startet, hat kürzlich sein erstes internationales Skispringen gewonnen und die Junioren-Weltmeisterschaften im Februar in Lake Placid im Blick.
Den Moment, als er zum ersten Mal bei einem großen internationalen Nachwuchsspringen ganz oben auf dem Treppchen gestanden ist, hat Julian Hillmer in vollen Zügen genossen. Es sei, sagt der 17-jährige Skispringer aus Fellbach, schließlich sein bisher größter Erfolg gewesen und „meine beste Leistung seit Langem“.
Julian Hillmer, der in der vergangenen Saison Dritter beim Deutschlandpokal war – den sein gleichaltriger Kumpel und Trainingsgefährte vom SC Degenfeld Janne Holz aus Waiblingen gewann – kennt die Gründe für seinen aktuellen Höhenflug. „Ich habe die Skier gewechselt, meine neuen verhalten sich im Flug anders, ich habe mit ihnen ein besseres Gefühl“, sagt Julian Hillmer.
Deutlich mehr trainiert
Allein am Material liegt es jedoch nicht, dass der Fellbacher beim Springen von der Fichtelbergschanze in Oberwiesenthal der Konkurrenz bei der männlichen Jugend aus Slowenien, Österreich, Schweiz, Frankreich, Tschechien und Deutschland davongeflogen ist. „Ich habe viel trainiert, deutlich mehr als im vergangenen Jahr, auch im Kraftraum“, sagt Julian Hillmer, der – wie Janne Holz – im Skiinternat in Furtwangen – lernt und lebt. Er sei öfter mal an Samstagen in der Schule geblieben und habe mit seiner Trainingsgruppe gearbeitet, erzählt der Zwölftklässler. „Und ich habe auch mehr Sprünge gemacht.“
Das Ziel sind die Weltmeisterschaften im Februar 2025
Dank der gesteigerten Trainingseinheiten geht Julian Hillmer mit einem guten Gefühl in den nächsten Winter – und mit einem konkreten Saisonziel, nämlich der Teilnahme an den Junioren-Weltmeisterschaften vom 9. bis 11. Februar in Lake Placid. Voraussetzung sind gute Ergebnisse beim Alpencup, der am 20. und 21. Dezember mit dem Springen in Seefeld in Österreich startet. „Ich will möglichst häufig unter die Top 20 springen“, sagt Julian Hillmer, „dann ist alles möglich.“ Und der wichtigste Wettkampf in dieser Reihe sei der am 11. und 12. Januar im französischen Chaux-Neuves. „Da geht es um die Quali für die JWM.“
Ein Sieg beim Deutschland-Cup wäre gut
Als nächstes warten jedoch nationale Aufgaben auf den Skispringer aus Fellbach. Am 16. und 17. November trifft sich der deutsche Nachwuchs zum Springen um den DSV Jugendcup/Deutschland-Pokal an der Rothausschanze in Hinterzarten. „Ein Gesamtsieg im Deutschland-Pokal wäre auch mal gut“, sagt Julian Hillmer, „aber wichtiger sind die Weiten und Ergebnisse beim Alpencup.“