Der Zweitplatzierte Leif Kristian Haugen (Norwegen), der Sieger Marcel Hirscher und der Drittplatzierte Matts Olsson (Schweden) nach dem Slalomrennen von Kranjska Gora. Foto: AFP

Marcel Hirscher ist der absolute Ausnahme-Skirennfahrer seit Jahren. Nun feierte der Österreicher den sechsten Gesamtsieg im Weltcup und ist damit alleiniger Rekordhalter bei den Herren. In Kranjska Gora trotzt er den Bedingungen und macht den Coup frühzeitig perfekt.

Kranjska Gora - Marcel Hirscher hat Ski-Geschichte geschrieben und als erster Alpin-Athlet sechsmal in Serie den Gesamtweltcup gewonnen. Der Österreicher entschied am Samstag einen schwierigen Riesenslalom in Kranjska Gora für sich und steht damit schon fünf Rennen vor Saisonende als Sieger der großen Kristallkugel fest. Bei schlechter Sicht und Regen verwies der Doppel-Weltmeister Leif Kristian Haugen aus Norwegen (+0,46 Sekunden) und den Schweden Matts Olsson (+0,67) auf die Plätze zwei und drei. Die deutschen Starter Felix Neureuther und Stefan Luitz wurden zeitgleich Fünfte (+0,92), haderten danach aber mit den grenzwertigen Bedingungen in Slowenien.

Hirscher dagegen trotzte den Umständen und stellte die Bestmarke seiner Landsfrau Annemarie Moser-Pröll mit sechs Gesamttriumphen ein. In der Herren-Statistik ließ er Marc Girardelli aus Luxemburg, der fünf große Kugeln gewonnen hatte, hinter sich. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich es schon an diesem Wochenende klar mache“, sagte Hirscher und ergänzte: „Das Unschaffbare ist machbar geworden.“

Neben den Gesamtsieg sicherte sich der Ausnahmesportler zwei Tage nach seinem 28. Geburtstag auch die kleine Kristallkugel in der Riesenslalom-Wertung. Sein Verfolger Alexis Pinturault war nämlich bereits im ersten Lauf ausgeschieden und kann Hirscher beim Weltcup-Finale in Aspen nicht mehr von Rang eins verdrängen.

In Slowenien machten warme Temperaturen sowie im zweiten Lauf Nebel und Regen das Rennen zu einer Wetter-Lotterie. DSV-Routinier Neureuther war dabei einer der Verlierer. „Ich komme mir schon ein bisschen veräppelt vor“, sagte er. „Ich stehe am Start, und der Nebel zieht komplett rein. Trotzdem lassen sie mich starten und unterbrechen erst danach wieder“, berichtete er. „Schade, weil heute ein Podium definitiv drin gewesen wäre. Hoffentlich wird es morgen ein bisschen besser.“ Am Sonntag steht noch ein Slalom (09.45/12.30 Uhr) an. Dann kann Superstar Hirscher seine nächste Kugel gewinnen.

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