Verschrammt: einer der Sitzkiesel in der Dorotheenstraße. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Bis vor kurzem boten sie noch einen geschliffenen Anblick. Nun ist einer vier Sitzkiesel in der Dorotheenstraße übel in Mitleidenschaft gezogen worden.

Ach, Du dicker Kiesel! Einer der vier sogenannten Sitzkiesel auf den bisherigen Kurzparkerplätzen an der Dorotheenstraße sieht aus, als wäre er unter die Räder gekommen oder als hätte jemand mit Schlittschuhen Pirouetten darauf gedreht.

 

Mit Rädern oder Rollen liegt man vermutlich nicht falsch. Ohnehin erinnert das Arrangement eher an an einen Skaterpark als an eine Sitzoase. Jedenfalls haben die unbekannten Verursacher den Kiesel intensiv bearbeitet und damit gewissermaßen im Vorbeigehen oder -fahren die Frage beantwortet, wie geeignet derartige Möblierungselemente im öffentlichen Raum sind. Offensichtlich gar nicht! Jedenfalls nicht wenn man Wert auf eine intakte Sitzgelegenheit legt.

Die Stadt bedauert die Beschädigung

Immerhin haben die für 15 000 Euro angeschafften Kiesel einige Monate lang einen geschliffenen Anblick geboten. Im Herbst hatte die Stadt die vier Freiluftmöbel sowie neuartige Drahtbänke am Karlsplatz aufgestellt. Sie will herausfinden, welche Möblierungselemente sich an dieser Stelle eignen „und was den Bürgern zusagt“. Die Erkenntnisse des Probesitzens, so hieß es aus dem Rathaus, würden bei der geplanten Umgestaltung der Dorotheenstraße berücksichtigt. In den vergangenen Wochen waren vorwiegend kritische Stimmen laut geworden. Tenor: die neue Elemente würden nicht einladend wirken. Den freigewordenen Straßenraum hätte man besser nutzen können.

Und was sagt die Stadt zu dem ramponierten Kiesel? „Wir bedauern die Beschädigung. Wie es dazu kommen konnte, ist uns bislang nicht bekannt“, teilt die Pressestelle mit.