Für Prinz Andrew wird es ungemütlich: am Montagabend strahlt der Sender „BBC One“ ein Interview mit dem mutmaßlichen Vergewaltigungsopfer Virginia Giuffre aus. Foto: picture alliance/dpa/Olivier Matthys

Der royale Krimi geht weiter: „Er weiß, was passiert ist, ich weiß, was passiert ist. Und nur einer von uns beiden erzählt die Wahrheit“, sagt das mutmaßliche Vergewaltigungsopfer von Prinz Andrew, Virginia Giuffre. Ihre Version der Geschichte strahlt der Sender „BBC One“ am Montagabend aus.

Stuttgart - Kein Ende im Jeffrey-Epstein-Skandal um Prinz Andrew: Virginia Giuffre hat dem britischen TV-Sender „BBC One“ ein Interview gegeben, das am Montagabend (2. Dezember) ausgestrahlt wird und in Großbritannien mit Spannung erwartet wird. Die US-Amerikanerin erhebt darin dem Sender zufolge erneut schwere Vorwürfe gegen den zweitältesten Sohn der Queen, Prinz Andrew (59). Giuffre gibt an, sie sei als 17-Jährige in den Jahren 2001 und 2002 drei Mal zum Sex mit dem Prinzen gezwungen worden. Andrew bestreitet die Vorwürfe. Das Interview ist Teil einer einstündigen Sendung des Reportageformats Panorama und wird um 22 Uhr (MEZ) auf „BBC One“ gezeigt.

Opfer spricht von beängstigender Zeit

„Er weiß, was passiert ist, ich weiß, was passiert ist. Und nur einer von uns beiden erzählt die Wahrheit“, sagt Giuffre in einem vorab verbreiteten Ausschnitt aus dem Interview. Es sei eine wirklich beängstigende Zeit in ihrem Leben gewesen. Andrew sagt, sich nicht an Giuffre, die damals Roberts hieß, erinnern zu können. Auch ein Foto, das ihn mit der Jugendlichen im Haus der britischen Epstein-Freundin Ghislaine Maxwell in London zeigt, will er nicht wiedererkennen.

Der Prinz steht derzeit wegen seiner Verbindung zu Epstein heftig unter Druck. Der US-Multimillionär Epstein hatte sich Anfang August in einem New Yorker Gefängnis das Leben genommen. Ihm wurde vorgeworfen, Dutzende Minderjährige missbraucht und zur Prostitution gezwungen zu haben.

Opfer-Anwältinnen machen Druck

Andrew war jahrelang mit Epstein befreundet und übernachtete auch in dessen Anwesen. Von den Machenschaften seines ehemaligen Freundes will er nichts mitbekommen haben. Trotzdem zog er bereits erste Konsequenzen und legte vorläufig alle Aufgaben für die Königsfamilie nieder. Außerdem versprach er, „allen zuständigen Ermittlungsbehörden zu helfen. US-Opferanwältinnen forderten den Prinzen auf, auch bei Zivilklagen unter Eid auszusagen.

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